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Schulabstimmung: Es wird nicht nachgezählt

Nur drei Stimmen gaben den Ausschlag, trotzdem wird die Abstimmung zur Schullandschaft Stalden in Konolfingen nicht nachgezählt.

Die Zentralisierung der Schule, mit dem geplanten ringförmigen Schulhaus, sorgte in Konolfingen für Kritik. Die Abstimmung ging knapp aus – dennoch hält Regierungsstatthalter Christoph Lerch eine Nachzählung für unnötig.
Die Zentralisierung der Schule, mit dem geplanten ringförmigen Schulhaus, sorgte in Konolfingen für Kritik. Die Abstimmung ging knapp aus – dennoch hält Regierungsstatthalter Christoph Lerch eine Nachzählung für unnötig.
Christian Pfander

Es ging um eine Differenz von gerade mal 3 Stimmen. Darum, dass das Ja-Lager die Gegnerschaft anteilsmässig um 0,1517 Prozent übertrumpfte und damit die umstrittene Zentralisierung der Schule Konolfingen mit 990 zu 987 Stimmen beschlossene Sache war.

Doch auch ein solch hauchdünner Vorsprung rechtfertigt keine Nachzählung der Abstimmung vom letzten November. Das rechnet Statthalter Christoph Lerch den 17 Beschwerdeführern vor, die wegen des knappen Ausgangs aktiv geworden waren.

Dreimal nachgezählt

Eine Nachzählung, begründete Lerch gestern seinen Entscheid, sei von Gesetzes wegen erst ab einer Differenz von 0,1 Prozent oder weniger vorgesehen sei. Zudem gebe es «keine Anzeichen, welche auf Unregelmässigkeiten hinweisen würden».

Der Abstimmungsausschuss verfüge über die nötige Erfahrung, zudem sei das Resulatet dreimal nachgezählt worden. Nicht ausser Acht gelassen werden dürfe, dass «die Praxis des Bundesgerichts hinsichtlich der Vornahme von Nachzählungen streng» sei.

Dann schaffte der Statthalter auch noch eine Zahl aus der Welt, die unlängst für Verunsicherung gesorgt hat: Die von den Beschwerdeführenden genannten 211 Stimmen, immerhin rund 10 Prozent aller abgegebenen Zettel, seien nicht als leer oder ungültig zu werten, sondern als nicht abgegeben.

So argumentierte Mitte Januar schon Gemeindepräsident Daniel Hodel: Am Abstimmungssonntag hätten sich 211 Konolfinger zwar zu den eidgenössischen und kantonalen Vorlagen geäussert, bei der kommunalen Schulvorlage aber auf die Stimmabgabe verzichtet.

«Enttäuscht, konsterniert»

Widerstand schlug dem Geschäft vor allem aus Gysenstein entgegen. Etliche im Aussendorf von Konolfingen konnten nicht verstehen, dass ihre kleine Schule geschlossen und dafür neben dem Schulhaus Stalden ein neues Unterrichtsgebäude aufgestellt werden soll.

Entsprechend «enttäuscht und konsterniert» reagierten die Beschwerdeführer gestern auf die Botschaft aus dem Statthalteramt. Zumal, wie Martin Wyss in ihrem Namen sagte, an der Abstimmung zwei Varianten zur Auswahl gestanden seien und dies wohl für Verunsicherung gesorgt habe. Ob man den Entscheid weiterziehe, sei aber noch nicht entschieden.

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