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Tramgegner aus Bern, Ostermundigen und Köniz formieren sich

Tramprojekt-Gegner aus Bern, Ostermundigen und Köniz haben sich zu einer Interessengemeinschaft zusammengefunden. Gemeinsam engagieren sie sich gegen das Tram Region Bern. Das Projekt löse keine Probleme, vielmehr schaffe es viele.

Das Tram Region Bern hatte an der Urne keine Chance.
Das Tram Region Bern hatte an der Urne keine Chance.
zvg
Kritik gab es zur geplanten Fällung der Baumalle an der Viktoriastrasse. Darauf gingen auch Einsprachen von Einwohnern der Moserstrasse ein.
Kritik gab es zur geplanten Fällung der Baumalle an der Viktoriastrasse. Darauf gingen auch Einsprachen von Einwohnern der Moserstrasse ein.
Urs Baumann
Im Bus auf der Linie 10 wird es immer enger. Regierungsrätin Barbara Egger (Bildmitte) setzte deshalb auf das Tram.
Im Bus auf der Linie 10 wird es immer enger. Regierungsrätin Barbara Egger (Bildmitte) setzte deshalb auf das Tram.
Urs Baumann
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Die Mitglieder der «IG Tram Region Bern - so nicht» verstehen sich nicht als Gegner von Projekten des öffentlichen Verkehrs, wie sie auf einer am Donnerstag aufgeschalteten Internetseite betonen. Gegen sinnvolle Projekte sei nichts einzuwenden und diese dürften auch etwas kosten.

Das aktuelle Projekt Tram Region Bern kritisiert die IG indessen aus verschiedenen Gründen. Das Tram Region Bern diene weniger dem Pendlerverkehr als der Bauwirtschaft.

Es sei ein Wachstumsprojekt, um in der Agglomeration weiteren Siedlungsraum entstehen zu lassen. Dies widerspreche den Bestrebungen, in den Zentren durch Verdichtung zusätzlichen Wohnraum zu schaffen. Durch das Tram würden direkt oder indirekt Grünzonen in der Agglomeration und urbane Räume in der Stadt zerstört.

Projekt dürfte mehr kosten

Zweifel meldet die IG an den Wachstumsprognosen für den öffentlichen Verkehr und an den Fahrgastkapazitäten an, die den Berechnungen der Behörden zugrunde gelegt wurden. Das Projekt sei «von oben bestimmt, nicht von unten». Die Mitwirkung beschränke sich auf Unwesentliches.

Die der Öffentlichkeit kommunizierten Kosten habe man nur auf 495 Millionen Franken drücken können, weil wichtige Teilprojekte, wie etwa die Tramverlängerung nach Kleinwabern, ausgegliedert worden seien. Das Projekt dürfte insgesamt also deutlich mehr kosten, so die Vermutung. Die IG spricht von Kosten im Umfang von 700 Millionen Franken.

Das Verkehrsmittel Tram sei wenig innovativ, so ein weiterer Kritikpunkt. Die Verantwortlichen hätten Lösungen mit Bussen der neusten Generation zu wenig in ihre Überlegungen einbezogen.

In den Gemeinden Bern, Köniz und Ostermundigen wird Ende September über das Tram Region Bern abgestimmt. Das Projekt sieht im Wesentlichen vor, die heute überlastete Buslinie 10 von Köniz über Bern nach Ostermundigen durch ein Tram zu ersetzen. Kritik erwuchs dem Projekt lange Zeit vor allem in Köniz. Doch im Hinblick auf die Volksabstimmungen wurde auch in den anderen Gemeinden Kritik laut.

SDA/ima

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