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Tinguely-Skulptur muss zum Schlosser

Die Tinguely-Skulptur in Freiburg wurde durch Eis beschädigt und muss repariert werden. Ob das Wasserspiel je zurückkehrt, ist offen.

Tinguelys Werk: Eine Tonne wiegt die beschädigte Skulptur, die nun repariert wird.
Tinguelys Werk: Eine Tonne wiegt die beschädigte Skulptur, die nun repariert wird.
Janik Wetterwald (Freiburger Nachrichten)

Eine ambulante Behandlung vor Ort ist nicht möglich: Diese Dia­gnose stellten Stadtingenieur Fabien Noël und seine Mitarbeiter, nachdem am Sonntag in der Früh festgestellt worden war, dass das Wasserspiel von Jean Tinguely auf der Schützenmatte schief steht. «Wir haben die Skulptur vom Eis befreit und gesehen, dass Schweissnähte gerissen sind», erklärte er an einer Medienkon­ferenz auf der Schützenmatte.

Hilfe aus Basel

So fuhr ein Kranwagen vor, um das Werk in die Schlosserei Neiglen zu transportieren. Dort werden Mitarbeiter der Stadt, die mit der Skulptur betraut sind, die notwendigen Reparaturen vornehmen. Falls nötig erhalten sie Unterstützung von einem Freund Tinguelys in Basel.

Die Schwierigkeit bei der Instandsetzung des Wasserspiels besteht laut einem Stadtangestellten darin, es wieder so zum Laufen zu bringen, dass es reibungslos funktioniert. Denn es existieren keine Pläne der Skulptur, die Elemente sind krumm, und wie bei jedem Kunstwerk darf man nichts verändern. Die eigentlichen Repa­raturarbeiten sollten sich aber nicht als allzu schwierig herausstellen, so Noël. Abgesehen von den Schweissnähten und einem kleinen Element, das sich gelöst habe, gebe es keine Schäden.

Schützenmatte ade?

Noël rechnet damit, dass die Skulptur bis Ostern wieder heil ist. Ob das Werk danach wieder auf die Schützenmatte zurückkehrt, ist fraglich. Denn noch in diesem Jahr sollen die Arbeiten für das darunter liegende Ver­bindungsparking beginnen. Dabei würden Kanalisationsarbeiten auf der Schützenmatte den Brunnen unzugänglich machen und könnten zudem das Werk beschädigen.

Das Baugesuch solle Anfang Juni eingereicht werden, bestätigte Stadtarchitektin Nicole Surchat auf Anfrage. «Wir diskutieren darum, ob die Skulptur mit Motor, aber ohne Wasser zwischenzeitlich vor dem Tinguely-Museum installiert werden kann.» Später soll der Brunnen auf dem neu gestalteten Bahnhofplatz seine definitive Heimat ­finden.

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