Thörishaus möchte Verengungen entfernen

Köniz/Neuenegg

Die Ver­engungen an der Sensemattstrasse sorgen un­vermindert für rote Köpfe.

Die Strassen-Verengungen stehen in der Kritik, weil sie ihren Zweck nicht erfüllen.

Die Strassen-Verengungen stehen in der Kritik, weil sie ihren Zweck nicht erfüllen.

(Bild: Enrique Muñoz García)

Stephan Künzi

In einem Punkt herrscht in Thörishaus Einigkeit: Die Art, wie Köniz die an der Grenze zu Neu­enegg gelegene Sensemattstrasse beruhigt hat, bewährt sich gar nicht. Die umstrittenen Verengungen zu Beginn und zum Ende der Zone beim Bahnhof Thörishaus Dorf stellten im Gegenteil einen Gefahrenherd dar, hiess es an einem Infoabend des Orts­vereins – weil dort zwei Autos nicht kreuzen könnten.

Das sei gerade für die Velos kritisch, denn nicht einmal für die Zweiräder reiche der Platz zum Kreuzen. Den Schulkindern empfehle man deshalb, auf dem Trottoir zu fahren. Dazu komme, dass viele zwischen den Ver­engungen aufs Gas drückten, um noch rechtzeitig vor dem nächsten entgegenkommenden Auto das zweite Hindernis passieren zu können. Was nebenbei störenden Lärm und stinkende Abgase erzeuge und einen Aufenthalt im Freien verunmögliche.

Dafür mit Radar?

Dazu kommt, dass die beiden Verengungen ihren Zweck nicht erfüllen. Das gestand der auf der Könizer Verwaltung zuständige Daniel Matti am Infoabend ein: Messungen auf dem mit Tempo 40 belegten Abschnitt hätten ergeben, dass 85 Prozent der Verkehrsteilnehmer mit durchschnittlich 43 Kilometern pro Stunde unterwegs seien. Angestrebt habe man einen Wert von 38 Kilometern pro Stunde.

In dieser Situation könnte Köniz zwei weitere Verengungen bauen und in einem letzten Schritt gar Tempo 30 einführen. Dieses Vorgehen hatten die Behörden einst mit Thörishaus so abgesprochen und sich die entsprechenden Schritte auch bewilligen lassen. Angesichts des Widerstands zeigen sie sich aber gesprächsbereit, wie Matti am Infoabend betonte.

In einer konsultativen Abstimmung sprachen sich die 50 Anwesenden denn auch dafür aus, dass die umstrittenen Verengungen weggerissen werden. Die von Fussgängern stark frequentierte Zone rund um den Bahnhof sei zudem besser zu kennzeichnen. Allenfalls müsse das Tempo auf 30 gesenkt und mit Radar überwacht werden.

Berner Zeitung

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