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Testkäufe zeigen Wirkung

Im April wurden in der Stadt Bern unangekündigte Alkohol- und Tabaktestkäufe durchgeführt. Bei den insgesamt 16 Tests wurde zwei Mal den Jugendlichen unerlaubterweise Alkohol verkauft.

Das Resultat der Alkohol- und Zigarettentestkäufe ist erfreulich: Zwei Mal wurde Jugendlichen Alkohol verkauft, Zigaretten bekamen sie nirgends.
Das Resultat der Alkohol- und Zigarettentestkäufe ist erfreulich: Zwei Mal wurde Jugendlichen Alkohol verkauft, Zigaretten bekamen sie nirgends.
Keystone

Im April hat das Blaue Kreuz im Auftrag der Orts- und Gewerbepolizei in der Stadt Bern unangekündigte Alkohol- und Tabaktestkäufe durchgeführt, teilt die Organisation am Dienstag mit. Nur zwei Mal sei bei den insgesamt 16 Tests den Jugendlichen unerlaubterweise Alkohol verkauft worden. Zigaretten hätten die 15- und 16-Jährigen nirgends erhalten. Das erfreuliche Resultat zeige, dass die Testkäufe, Gespräche der letzten Jahre und die Kontrollen der Orts- und Gewerbepolizei Wirkung zeigen, heisst es weiter.

Die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen ist in der Stadt Bern in den letzten fünf Jahren von rund 60 auf knapp 90 Prozent gestiegen. Diese Entwicklung zeige, dass die Testkäufe als Instrument zur Durchsetzung des gesetzlich geregelten Jugendschutzes sehr wirksam sind. Eine Verankerung der Testkäufe in der revidierten Alkoholgesetzgebung wäre deshalb aus Sicht der Orts- und Gewerbepolizei und des Blauen Kreuzes sinnvoll.

Besonders erfreulich ist das Resultat der Testkäufe in der Stadt Bern auch deshalb, weil es sich bei den Testbetrieben nicht nur um grosse Detailhandelsketten handelt, sondern auch um kleine Quartierläden und Kioske. Oft seien es nämlich genau diese Verkaufsstellen, welche von den Jugendlichen für den Kauf von Alkohol und Tabak aufgesucht werden.

Konstruktive Gespräche

Seit gut fünf Jahren führt die Fachstelle für Suchtprävention des Blauen Kreuzes in der Stadt Bern regelmässig Testkäufe durch um die Einhaltung des Jugendschutzes zu testen. Anschliessend an die Tests werden die getesteten Verkaufsstellen jeweils durch die Orts- und Gewerbepolizei oder durch das Blaue Kreuz mit den Testkaufergebnissen konfrontiert.

Während diese Gespräche mit den Verantwortlichen anfangs nicht sehr willkommen waren und die Testkäufe oft als absichtliche Täuschung empfunden wurden, verlaufen die Gespräche heute sehr konstruktiv und leisten einen Beitrag zur Verbesserung des Jugendschutzes.

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