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«Taximörder» kommt vor Obergericht

Im Januar wurde der «Taximörder» nach 20 Jahren in die Freiheit ent­lassen. Nun wird der Fall ­wieder aufgenommen.

Der Fall des «Taximörder» wird neu aufgerollt.
Der Fall des «Taximörder» wird neu aufgerollt.
(Symbolbild/Tomas Wüthrich)

Seit dem 22. Januar dieses Jahres befindet sich der «Taximörder» von Thörishaus in Freiheit. Das Regionalgericht Bern-Mittelland entschied, dass die stationäre Therapie nicht verlängert werde. Weil der Mann über keine schwere Persönlichkeitsstörung mehr verfüge, gebe es dafür keine ­gesetzliche Grundlage. 20 Jahre hatte er zuvor im Gefängnis ­verbracht.

Nun aber wird der Fall wieder aufgerollt. Wie der «Bund» berichtet, hat die Staatsanwaltschaft Berufung gegen das Urteil eingelegt. Der Bewährungs- und Vollzugsdienst habe sich am 25. Januar an den Staatsanwalt gewandt und ihn «mit Nachdruck» aufgefordert, Beschwerde gegen den erstinstanzlichen Entscheid zu erheben. Denn der Vollzugsdienst teile die Ansicht des Gerichts nicht, wonach keine schwere Störung mehr vorliege.

Christof Scheurer, Informationsbeauftragter der Generalstaatsanwaltschaft, bestätigt den Antrag der Vollzugsbehörde. Die Generalstaatsanwaltschaft habe das Urteil daraufhin einer «kritischen Prüfung» unterzogen. Resultat: Am 19. Juni kommt es zur Verhandlung am Obergericht.

1997 brachte ein heute 40-Jähriger in Thörishaus eine Frau um und verging sich danach sexuell an der Leiche. Er wurde zu 14½ Jahren Haft und einer Ver­wahrung verurteilt. Diese wurde 2008 in eine stationäre therapeutische Massnahme umgewandelt und 2013 verlängert.

rei

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