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Tanzend gegen die Ausschaffung von O.

Aktivisten setzten sich an einer Demonstration am Samstagabend in der Berner Innenstadt gegen die Aussschaffung von O. ein. Ihm droht aufgrund seiner Homosexualität eine lange Haftstrafe in Nigeria.

Am Samstagabend demonstrierten mehrere hundert Menschen gegen die Ausschaffung des schwulen Asylsuchenden O.
Am Samstagabend demonstrierten mehrere hundert Menschen gegen die Ausschaffung des schwulen Asylsuchenden O.
Lukas Blatter
Die schweizerischen Behörden lehnten das Asylgesuch des Nigerianers ab. Er könne seine sexuelle Orientierung «diskret» ausleben.
Die schweizerischen Behörden lehnten das Asylgesuch des Nigerianers ab. Er könne seine sexuelle Orientierung «diskret» ausleben.
Lukas Blatter
Die Aktivisten tanzten zur Musik eines Soundwagens.
Die Aktivisten tanzten zur Musik eines Soundwagens.
Lukas Blatter
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Ein Demonstrationszug von tanzenden Aktivisten bahnte sich am Samstagabend seinen Weg durch die Berner Innenstadt. Unter dem Motto «Liberty for O.» machten mehrere hundert Menschen ihrer Forderung Luft: O. soll als Flüchtling anerkannt und nicht ausgeschafft werden.

O. ist ein homosexueller Asylsuchender aus Nigeria, der aus der Schweiz ausgeschafft werden soll. Die Veranstalter des Tanzspaziergangs kritisieren in der offiziellen Facebook-Veranstaltung die Gesetze in Nigeria, die «zu den homo- und transphobsten der Welt» gehörten.

Homosexuellen Menschen wie O. würden dort über zehn Jahre Haft drohen. Dennoch wollen die Schweizer Behörden O. nicht als Flüchtling anerkennen. Er solle in Nigeria seine sexuelle Orientierung «diskret» ausleben, dies hätten die Behörden laut den Organisatoren als Begründung für das abgewiesene Asylgesuch angegeben.

Polizei bewacht Demonstration

Die Demonstration scheint auch an der Polizei nicht klanglos vorbeigegangen zu sein. An mehreren Standorten, unter anderem um die Reitschule und beim Viktoriaplatz, sorgte sie für einen geregelten Ablauf der Kundgebung.

Organisiert hatte die Demonstration das Unterstützungskomitee «Liberty for O». Schon früher hatte dieses in der Stadt Bern gegen die Aussschaffung von O. protestiert. So küssten und schmusten Aktivisten etwa im April 2014 unter dem Motto «Kiss in» vor dem Regionalgefängnis Bern.

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