Swiss Skills: 60 Lernende heissen 60'000 Schüler willkommen

Bern

Lernende der Stadt und von Bern Welcome lernten am Donnerstag, wie man Gäste wie VIPs behandelt. Ihr Wissen werden sie an den Swiss Skills einsetzen.

Lernende der Stadt Bern und der Tourismusorganisation Bern Welcome an der Schulung zum Infoguide.<p class='credit'>(Bild: Claudia Salzmann)</p>

Lernende der Stadt Bern und der Tourismusorganisation Bern Welcome an der Schulung zum Infoguide.

(Bild: Claudia Salzmann)

Claudia Salzmann@C_L_A

Eigentlich arbeitet Crismardys Tifa in der Bundesgasse, doch am Donnerstagmorgen wechselte sie temporär ins Bernexpo-Gebäude im Nordquartier. Die 21-Jährige nahm mit anderen Lernenden der Stadt Bern und der Tourismusorganisation Bern Welcome an der Schulung zum Infoguide teil. Von einem ehemaligen Restaurationsweltmeister lernten die 60 Teilnehmenden, wie man einem Gast vermittelt, dass er sich willkommen fühlt. «Für die meisten waren diese Tipps neu», sagt Tifa. Nicht für sie, denn sie absolviert ihre zweite Ausbildung. Wie man Kundschaft behandelt, weiss sie als gelernte Detailhandelskauffrau bestens.

Innert 5 Tagen 60'000 Schüler

Die Schulung soll den Lernenden helfen, damit sie während der Swiss Skills Besucherinnen und ­Besuchern den Weg zeigen können oder auch Reklamationen korrekt behandeln. Allein 60'000 Schüler sind angemeldet, die zwischen dem 12. und dem 16. September das Expo-Gelände ­besuchen wollen. «Ich finde es gut und nötig, dass wir darauf vorbereitet werden», sagt Tifa.

Vor der Schulung wurden die Swiss Skills von den Organisatoren vorgestellt. Die Berufslehre – laut Swiss-Skills-Geschäftsführer Patrick K. Magyar das ­Erfolgsgeheimnis der Schweizer Wirtschaft – habe noch immer einen schlechteren Ruf als die Matura. Dem wolle man mit den Berufsmeisterschaften entgegenwirken, in dem man 135 Berufe erlebbar mache. Dafür braucht man Platz: Auf 100'000 Quadratmetern werden hier Backstuben, Küchen und Werkstätten gebaut.

Anwesend war auch Stadtpräsident Alec von Graffenried, der Bern als Ausbildungsstadt ­bezeichnet. «Wir haben 30'000 Personen an Uni und Fachhochschule, aber genauso viele Lernende», sagt von Graffenried. Die Stadtbehörden bildeten ­letztes Jahr 234 Lernende in 22 Berufen aus.

Streit ist beigelegt

Alec von Graffenried betont die Wichtigkeit der Meisterschaften und hofft, dass die Swiss Skills künftig immer in Bern stattfinden. Nebst dem Einsatz der 60 Lernenden während der fünf Tage beteiligt sich Bern auch finanziell und steuert 532'000 Franken zur Durchführung bei.

Crismardys Tifa hat sich wie ­alle Lernenden von Immobilien Stadt Bern für den Freiwilligeneinsatz gemeldet. Sie ist die allererste Lernende mit Fachrichtung Treuhand und Immobilienverwaltung. «Ich war noch nie bei den Swiss Skills dabei, aber bei der vorherigen Ausbildung machten wir an der Schule einen Wettkampf mit Verkaufsgesprächen», erinnert sie sich.

So ergeht es vielen, denn die Swiss Skills finden nur alle vier Jahre statt. Für dieses Jahr werden 120'000 Besucher erwartet, nebst den Anmeldungen von Schulen wurden auch 25'000 ­Tickets (15 Franken) verkauft. Erreichbar sind die Swiss Skills auch mit Extrazügen mit Halt in Ostermundigen.

Im Juli sorgten die Organisatoren für Schlagzeilen, als das ­Berner OK den Schweizerischen Gewerbeverband kritisierte, sich zu wenig für die Durchführung zu engagieren. Diese Querelen ­hätten sich erledigt, sagen die Organisatoren.

Berner Zeitung

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