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Swatch-Group-Erweiterung nimmt zweitletzte Hürde

Die von der Swatch Group AG geplanten Erweiterungsbauten haben die zweitletzte Hürde genommen: Das Bieler Stadtparlament hat am Donnerstagabend die baurechtliche Grundordnung angepasst und einer Landumlegung zugestimmt.

Nun fehlt noch die Zustimmung der Stimmberechtigten. Die Volksabstimmung findet am 30. November statt.

Komplizierte Vorlage

Fast zweieinhalb Stunden diskutierte der Stadtrat (Legislative) über die Vorlage. Schliesslich ist es laut Stadtpräsident Hans Stöckli die komplizierteste, die der Gemeinderat je verfasst hat.

Eine Strasse, eine Brücke, eine Gärtnerei, ein Wohnbauprojekt, Fussball- und Tennisplätze sowie eine Leichtathletikanlage werden verlegt, um der Swatch Group die Erweiterung an ihrem jetzigen Hauptproduktionsstandort zu ermöglichen.

Der grösste Uhrenkonzern der Welt will dort mehrere hundert neue Arbeitsplätze schaffen. Die Uhrenmarken Omega und Swatch werden in repräsentative neue Hauptsitze einziehen.

Diskussion um umweltschonende Energieverwendung

Die Vorlage wurde im Stadtrat grundsätzlich sehr positiv aufgenommen. Die Diskussion drehte sich vor allem um die von den Grünen verlangte umweltschonende Energieverwendung. Der Gemeinderat drang mit dem Kompromissvorschlag durch, ein gemeinsames Heizwerk nur zu empfehlen, für zukünftige Grossprojekte aber vorzuschreiben.

Die Geschäftsprüfungskommission beantragte, die Wettbewerbe zur Qualitätssicherung bei der Architektur müssten nach SIA-Norm durchgeführt werden. Der Rat folgte jedoch dem Gemeinderat, welcher dies als zu einschneidend abgelehnt hatte.

Die Freiheitspartei scheiterte mit ihrem Antrag, die Überbauung des Gurzelen-Parkplatzes aus der Vorlage herauszunehmen. Der Gemeinderat versicherte, die geforderte Ersatzlösung werde im weiteren Planungsverfahren gesucht.

Stadtpräsident Stöckli gab bekannt, der Tennis Club Biel habe vor zwei Tagen der Verlegung seiner Plätze in den Osten der Stadt zugestimmt.

Park und Wohnüberbauung

Aus Landverkäufen wird die Stadt Biel einen Buchgewinn von 17,8 Mio. Franken erzielen. Damit kann sie alle mit der Vorlage verbundenen Infrastrukturinvestitionen finanzieren. Darunter ist die Anlage eines öffentlichen Parkes entlang des Stadtflusses Schüss.

Angrenzend wird eine Anlagestiftung eine Wohnüberbauung mit über 200 Wohnungen realisieren.

SDA

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