SVP stellt drei Stapi-Kandidaten

Bern

Auch die SVP will in den Erlacherhof. Am Freitag hat der Wahlausschuss der SVP Stadt Bern bekannt gegeben, dass die Volkspartei mit drei Kandidaten fürs Stadtpräsidium antreten will. Mit Rudolf Friedli, Erich Hess und Daniel Lehmann.

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Auch die SVP will bei der Nachfolge von Alexander Tschäppät (SP) mitmischen. Der Wahlausschuss schlägt vor, dass bei den Wahlen im November gleich drei SVP-Kandidaten für das Stadtpräsidium antreten. Und zwar Parteipräsident Rudolf Friedli, Nationalrat Erich Hess und Daniel Lehmann.

«Mit dem Dreiervorschlag manifestieren wir den Anspruch der SVP auf einen ­Gemeinderatssitz und wollen gleichzeitig die heutige mannigfaltige Auswahl an Kandidaten durch drei bürgerliche Kandidaten erweitern», heisst es in der Medienmitteilung des Wahlausschusses.

Auf der Fünferliste der SVP für den Gemeinderat würden somit nur Bernd Schildger und Jimy Hofer nicht auch noch für das Stadtpräsidium kandidieren. Die SVP gehe weiter davon aus, dass es beim Kampf um das Stadtpräsidium in jedem Fall zu einem zweiten Wahlgang kommen wird, so der Wahlausschuss.

Von vier auf sieben

«Ich bin bereit für das Stadtprä­sidium», sagt Rudolf Friedli. Bei der Inflation von Stapi-Kandidaturen wäre es sonderbar, wenn die SVP nicht auch antreten würde, findet Friedli. Weil es bereits jetzt vier Stapi-Kandidaturen gibt, brauche es auch eine oder mehrere Kandidaturen der grössten bürgerlichen Partei in der Stadt, nämlich der SVP. Friedli sagt zudem: «Wenn drei Kandidaturen auf ein und derselben linken Liste nichts Sonderbares sind, warum sollten es dann drei Kandidaturen auf einer bürger­lichen Liste sein?»

Erich Hess stösst ins gleiche Horn. «Die Kandidaturen der anderen Parteien sind so inflationär, dass wir gut mit mehreren Kandidaten antreten können.» Bei den drei Kandidaturen gehe es der SVP gar nicht primär ums Stadtpräsidium, sondern: «Unser Hauptziel ist ein Sitz im Gemeinderat. Mir ist egal, wer, einer von uns muss den Sitz einfach holen.»

Es sei wichtig, dass die grösste bürgerliche Partei in der Regierung vertreten sei. «Wichtigstes Ziel: Bern muss wieder eine sichere Stadt werden», so Hess. Der dritte Kandidat, Daniel Lehmann, war bis Redaktionsschluss nicht erreichbar.

Entscheid fällt Ende August

Beschlossen ist noch nichts. Das SVP-Dreierticket für das Stadtpräsidium ist zurzeit lediglich ein Antrag des Wahlausschusses zuhanden der Mitgliederversammlung. Diese soll Ende August einen Entscheid fällen.

Es gibt jedoch bereits einen Beschluss vom letzten Jahr, wonach die SVP bei den bevorstehenden Wahlen überhaupt keinen Kandidaten fürs Stadtpräsidium stellen sollte. «Seit diesem Zeitpunkt hat sich allerdings sehr viel verändert», so Rudolf Friedli.

Mitte-Liste ist noch offen

Nominiert sind aktuell vier Stapi-Kandidaten. Drei von RGM (Franziska Teuscher (GB), Ursula Wyss (SP) und Alec von Graffenried (GFL), für die FDP kandidiert Alexandre Schmidt.

Offen ist noch, ob, oder wie viele Kandidaten von der Mitteliste (BDP/CVP/EVP/GFL) mit Gemeinderat Reto Nause (CVP) sich für das Stadtpräsidium bewerben werden. Die Mitteliste will Mitte August informieren.

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