Support für die Stiftung von Marthe Gosteli

Worblaufen

Der Bund soll helfen, damit das Gosteli-Archiv überlebt: Das fordern fast 100 Nationalrätinnen und Nationalräte in einem Vorstoss.

Die Berner Frauenrechtlerin Marthe Gosteli.

Die Berner Frauenrechtlerin Marthe Gosteli.

(Bild: Urs Baumann)

Broschüren zu Frauenfragen, Dissertationen, Zeitschriften- und Zeitungsartikel, Biografien und so weiter: Das Archiv der Gosteli-Stiftung umfasst eine Riesenmenge an Material zur Schweizer Frauenbewegung. Die kürzlich verstorbene Marthe Gosteli hat das Archiv in ihrem Haus in Worblaufen auf- und laufend ausgebaut.

Doch die Zukunft des Archivs ist in Gefahr. Rund 250'000 Franken beträgt der jährliche Aufwand der Gosteli-Stiftung. Sie finanziert sich über Spenden sowie über das von Marthe Gosteli eingebrachte Vermögen. Dieses schrumpft aber von Jahr zu Jahr um rund 100 000 Franken und dürfte in wenigen Jahren aufgebraucht sein.

Deshalb haben sich nun 5 Nationalrätinnen unterschiedlicher Parteien – darunter die Bernerin Kathrin Bertschy (GLP) – zusammengetan, wie «Der Bund» berichtet. Mit einem Postulat wollen sie den Bundesrat beauftragen, den Fortbestand des national bedeutenden Archivs zu sichern. Nebst dem Bund sollen sich möglichst auch der Kanton Bern und andere Institutionen an der Finanzierung beteiligen.

Fast 100 Nationalratsmitglieder von links bis rechts haben den Vorstoss unterschrieben. Wann er behandelt wird, ist noch offen. Ebenfalls hängig ist ein Vorstoss im bernischen Grossen Rat. Beat Giauque (FDP), der zugleich Stiftungsrat der Gosteli-Stiftung ist, möchte den Regierungsrat beauftragen, das Gosteli-Archiv «als Kulturgut von nationaler Bedeutung anzuerkennen» und entsprechende finanzielle Mittel bereitzustellen.

maz

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