Streit um «Schütz» ist beigelegt

Bern

Die Beschwerdeführer und der Berner Gemeinderat haben den Streit um die Parkplätze auf der Schützenmatte beendet.

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Seit November 2016 wird diskutiert, ob die Schützenmatte parkplatzfrei werden soll. 16 Organisationen legten gegen die Auf­hebung der 142 Parkplätze beim Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland Beschwerde ein. Sie forderten, dass Parkplätze fürs Gewerbe bestehen bleiben.

Die Direktion für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün nahm im Sommer Vergleichsverhandlungen mit den Beschwerdeführenden auf. Nun konnte ein Kompromiss gefunden werden, wie der Gemeinderat am Donnerstag mitteilte. Insgesamt wird es sechs Carparkplätze, maximal zwanzig Gewerbeparkplätze und zwei Taxiabstellplätze geben.

Ungefähr 600'000 Franken Erlös generierten die Parkplätze laut Thomas Balmer, Präsident Gewerbeverband KMU Stadt Bern. «Die fehlen nun natürlich. Wir hätten es besser gefunden, wenn der Platz weiterhin kommerziell genutzt worden wäre», so Balmer. Trotzdem ist er mit diesem Kompromiss einverstanden, wie er bestätigt. «Für Kleinlastwagen sind diese Parkplätze wichtig. In der Innenstadt gibt es nur noch wenige Möglichkeiten, wo man Fahrzeuge parkieren kann, die über zwei Meter hoch sind», so Balmer.

Sechs Wochen autofrei

Während sechs Wochen soll die «Schütz» komplett autofrei sein, und wiederum könnte das Neustadt-Lab im August und September die Fläche bespielen. Ob dieses zum vierten Mal stattfindet, wird derzeit verhandelt. Die «Schütz» erhält zudem ein Fahrverbot. Nur noch Berechtigte und solche, die Carpassagiere befördern, dürfen reinfahren.

Die Parkfelder sind ein dreijähriger Versuch, und nach zwei Jahren werde entschieden, wie es weitergeht. Die Plätze seien laut Balmer auf der Seite Schützenmattstrasse geplant. Bis Mitte Februar sollten die letzten ­Details geklärt sein, danach werde das Vorhaben publiziert. Gehen keine Einsprachen ein, könnten Gewerbler ab Herbst die neuen Parkplätze nutzen.

cla

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