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Kanton verhandelt mit Besetzerkollektiv

Die Hausbesetzer auf dem Berner vonRoll-Areal liessen die Frist zur Räumung ungenutzt verstreichen. Zwischen Kanton und dem Kollektiv Fabrikool finden Gespräche statt.

Frühlingserwachen in der Hausbesetzerszene: Publikumsandrang vor dem Pizzaofen des Kollektivs «Fabrikool», das die alte Wagenfabrik (mit der Backsteinfassade) in Beschlag genommen hat. (24.02.2017).
Frühlingserwachen in der Hausbesetzerszene: Publikumsandrang vor dem Pizzaofen des Kollektivs «Fabrikool», das die alte Wagenfabrik (mit der Backsteinfassade) in Beschlag genommen hat. (24.02.2017).
Urs Baumann
Das Kollektiv veranstaltete eine Art Fest und servierte unter anderem Pizza aus einem selbstgebauten Ofen.
Das Kollektiv veranstaltete eine Art Fest und servierte unter anderem Pizza aus einem selbstgebauten Ofen.
Florine Schönmann
Alle sollen sich einbringen können, so der Grundsatz des Kollektivs.
Alle sollen sich einbringen können, so der Grundsatz des Kollektivs.
Florine Schönmann
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Bis am Donnerstagmittag hätte das besetzte Farbikgebäude auf dem vonRoll-Areal in der Berner Länggasse geräumt sein müssen. Die Aktivistinnen und Aktivisten des Kollektivs Fabrikool leisteten der Aufforderung des Kantons, dem die Liegenschaft gehört, aber keine Folge.

Wie «20 Minuten» berichtet, hat die Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion (BVE) nun Anzeige erstattet. Zugleich stellte sie einen Antrag auf Hausräumung. Wann diese stattfinden solle, sei Sache der Kapo, verlautete ein BVE-Sprecher gegenüber «20 Minuten». Auf Anfrage wollte die BVE dieses Vorgehen nicht bestätigen.

Stattdessen schlägt sie in einem am Freitagmorgen verschickten Communiqué versöhnliche Töne an: Die BVE habe mit dem Kollektiv Fabrikool Verhandlungen aufgenommen. Die Aktivistinnen und Aktivisten hätten dem Kanton ein Sicherheitskonzept vorgelegt, das neben allgemeinen sicherheitstechnischen auch bauliche Massnahmen enthalte, die nötig seien, um die Sicherheit der Menschen in und um das Haus sicherstellen zu können.

Die Direktion werde dieses Konzept zusammen mit externen Fachspezialisten und der Gebäudeversicherung Bern vor Ort prüfen und gemeinsam mit dem Kollektiv über das weitere Vorgehen entscheiden, steht in der Mitteilung weiter.

Das Kollektiv wollte das leerstehende Holzgebäude selber renovieren, weil der Kanton in den letzten Jahren untätig geblieben sei. Laut den Behörden befindet sich die denkmalgeschützte Alte Schreinerei in einem schlechten Zustand und darf aus Sicherheitsgründen nicht betreten werden.

Die Alte Schreinerei befindet sich auf dem früheren vonRoll-Areal, das seit 2000 dem Kanton Bern gehört. Das frühere Fabrikareal dient heute als Standort der Pädagogischen Hochschule. Der Vorplatz, auf dem zahlreiche Studierende ihre Pausen verbringen, grenzt unmittelbar an die Alte Schreinerei.

SDA/nik

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