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Städtische Mitarbeiterinnen verdienen 2,2 Prozent weniger als ihre Kollegen

Bei der Stadt Bern sind die Löhne von Frauen und Männern annähernd gleich. Unter gleichen Voraussetzungen verdienen die städtischen Mitarbeiterinnen im laufenden Jahr 2,2 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen.

Die männlichen Angestellten der Stadt Bern verdienen im Schnitt 2,2 Prozent mehr als ihre Kolleginnen.
Die männlichen Angestellten der Stadt Bern verdienen im Schnitt 2,2 Prozent mehr als ihre Kolleginnen.
Andreas Blatter

Nach 2006 und 2009 hat die bernische Stadtverwaltung zum dritten Mal eine statistische Analyse der Lohngleichheit zwischen Männern und Frauen durchgeführt: Die Durchschnittslöhne von Frauen und Männern haben sich weiter angenähert. Berücksichtigt man neben dem arithmetischen Vergleich auch noch die Unterschiede, die sich aus Alter, Ausbildungs-, Erwerbs- und Dienstjahren, aber auch aus der beruflichen Stellung und dem Anforderungsniveau ergeben, verdienen die städtischen Mitarbeiterinnen im Jahr 2011 2,2 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Das teilte die Stadt Bern am Donnerstagmorgen mit.

Bei der ersten Analyse im Jahr 2006 hatte dieser Unterschied noch 2,8 Prozent betragen, während er in der letzten Analyse im Jahr 2009 vorübergehend sogar auf 1,5 Prozent gefallen war.

Unter der Toleranzschwelle des Bundes

Mit einer statistisch signifikanten Lohnungleichheit von 2,2 Prozent steht die Stadtver-waltung im nationalen Quervergleich aber weiterhin sehr gut da. Der Wert liegt unter der für öffentliche Beschaffungen des Bundes geltenden Toleranzschwelle von fünf Prozent. «Als zuständige Gemeinderätin bin ich mit dem Ergebnis zufrieden. Nach wie vor lebt die Stadtverwaltung Bern dem Gebot "gleicher Lohn für gleiche Arbeit" nach. Die bisherige Entwicklung zeigt aber auch, dass die Anstrengungen zur Verwirklichung der Lohngleichheit nicht nachlassen dürfen», kommentierte Barbara Hayoz (FDP), Direktorin für Finanzen, Personal und Informatik, das Ergebnis.

In diesem Sinne hat der Gemeinderat beschlossen, den Beitritt der Stadt zur Initiative Lohngleichheitsdialog anzumelden. Dabei handelt es sich um eine Initiative des Bundes und der Sozialpartner zur Realisierung der Lohngleichheit von Frau und Mann. Mit der Teilnahme am «Lohngleichheitsdialog» verpflichtet sich die Stadt Bern, ihr Lohnsystem auf allfällige Lohndiskriminierungen zu überprüfen und diese gegebenenfalls zu bekämpfen.

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