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Stadttheater soll in zwei Etappen saniert werden

Das 1903 eröffnete Berner Stadttheater muss grundlegend saniert werden. Die soll 2014 und 2015 in zwei Etappen geschehen. Die Kosten dürfen maximal 45 Millionen Franken betragen.

Das Berner Stadttheater soll 2014 drei Monate lang und 2015 fünf Monate lang saniert werden.
Das Berner Stadttheater soll 2014 drei Monate lang und 2015 fünf Monate lang saniert werden.
Keystone

Das Stadttheater Bern soll 2014 und 2015 in zwei Etappen saniert werden. Das darf höchstens 45 Millionen Franken kosten. Für die Projektverantwortlichen geht es nun unter anderem darum, die entsprechende Finanzierung sicherzustellen.

Die grundlegende Sanierung des 1903 eröffneten Stadttheaters sei dringend notwendig und unbestritten. Das sagten die Vertreter der Stadt und des Kantons Bern, der Regionalkonferenz Bern-Mittelland und des Stiftungsrats Konzert Theater Bern vor den Medien unisono.

Schon vor zweieinhalb Jahren hatten die Stadtbauten Bern, die Hausbesitzer des Theaters, einen Sanierungsbedarf von etwa 53 Millionen Fr. geschätzt. Nach zähem Ringen entschieden schliesslich die Vertreter von Stadt, Kanton und Regionsgemeinden, sich für einen Kredit von 45 Millionen Fr. einzusetzen.

Das bedeutet, dass Abstriche gemacht werden mussten, wie die Projektverantwortlichen sagten. Pläne mit niedrigerer Priorität sind aus dem Projekt gefallen. Im Zentrum stehen dringendste bauliche Massnahmen sowie technische Modernisierungen.

Ein langer Weg

Bis zur Bewilligung der 45 Millionen Franken sei es aber ein langer Weg, sagte der Berner Stadtpräsident Alexander Tschäppät. An der Sanierung sollen sich die Partner beteiligen, die auch den Betrieb subventionieren: Stadt und Kanton Bern sowie die Gemeinden der Regionalkonferenz Bern-Mittelland.

Heute bezahlen an die Betriebssubvention von 37,3 Millionen Franken für Konzert Theater Bern der Kanton 50 Prozent, die Stadt 39 Prozent und die Regionsgemeinden 11 Prozent. Diese Aufteilung ist auch für die Sanierungskosten vorgesehen. Allerdings sinkt der Anteil des Kantons per Mitte 2015 um zehn Prozentpunkte wegen des neuen kantonalen Kulturförderungsgesetzes.

Für den Kanton ergibt sich deshalb eine Beteiligung von 21 Millionen Franken. Angesichts der angespannten finanziellen Lage sei das eine beträchtliche Summe, räumte Erziehungsdirektor Bernhard Pulver ein.

Doch es gehe ja nicht um eine Luxussanierung, fügte er an. Das Stadttheater, das vor 30 Jahren zuletzt erneuert wurde, dürfe man nicht verlottern lassen. Kulturelle Angebote seien ein Standortvorteil und schafften Arbeitsplätze.

Freiwillige Beiträge

Zusätzliche Gelder sollen die Gemeinden in der Umgebung sprechen, obwohl sie nicht gesetzlich dazu verpflichtet sind. Doch ein Drittel der Besucher des Stadttheaters kommt aus der Region, wie Thomas Hanke sagte, Präsident der Kommission Kultur der Regionalkonferenz Bern-Mittelland. Für die zusätzlichen rund fünf Millionen gebe es also mehr als eine moralische Verpflichtung.

Hanke sagte, er engagiere sich in vielen Gesprächen dafür, dass die Gemeinden die Notwendigkeit und den Nutzen eines Beitrags sähen. Die Gemeinden befinden über ihre Beiträge im Verlauf des nächsten Jahres. Im November 2013 soll der Baukredit dann dem bernischen Kantonsparlament und dem Stadtberner Stimmvolk vorgelegt werden.

Das Sanierungsprojekt ist in drei Teile gegliedert, wie Benedikt Weibel, Präsident des Stiftungsrats Konzert Theater Bern, sagte. Der erste Teil betrifft die Technik, den Bühnenturm sowie die Betriebs- und Arbeitssicherheit, der zweite das Bühnenhinterhaus und der dritte den Publikumsbereich. Unter anderem sollen Sitzkomfort und Akustik verbessert sowie die sanitären Anlagen renoviert werden.

Die erste Sanierungsetappe von drei Monaten erfolgt 2014, eine zweite Etappe von fünf Monaten ist 2015 vorgesehen. Zu diesem Zweck werden die entsprechenden Sommerpausen verlängert. Der Neustart im sanierten Haus ist für November 2015 geplant.

SDA/tag

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