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Stadtrat unterstützt Tierheim-Neubau

Der Berner Stadtrat hat sich mit grosser Mehrheit für ein Tierheim in der Eymatt ausgesprochen und den dafür notwendigen baurechtlichen Grundlagen zugestimmt.

Schon im August 2015 standen die Profile auf der Waldlichtung im Bremgartenwald. Nach der Abstimmung im März sollte der Weg für den Bau des Tierheims frei sein.
Schon im August 2015 standen die Profile auf der Waldlichtung im Bremgartenwald. Nach der Abstimmung im März sollte der Weg für den Bau des Tierheims frei sein.
Beat Mathys
Die Einsprachen sind zwar vom Tisch, trotzdem dauerts noch: Das neue Tierheim des Berner Tierschutzes in der Eymatt würde so aussehen.
Die Einsprachen sind zwar vom Tisch, trotzdem dauerts noch: Das neue Tierheim des Berner Tierschutzes in der Eymatt würde so aussehen.
zvg
Im Tierheim Oberbottigen leben rund 30 Hunde, 70 Katzen sowie einige Meerschweinchen, Vögel und andere Haustiere.
Im Tierheim Oberbottigen leben rund 30 Hunde, 70 Katzen sowie einige Meerschweinchen, Vögel und andere Haustiere.
Urs Baumann
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«Das Tierheim bei Oberbottigen platzt aus allen Nähten», sagte Patrik Wyss (GFL) am Donnerstag vor dem Stadtrat. Gesellschaft und Staat seien auf ein Tierheim angewiesen. Das heutige Heim könne die Anforderung einer tiergerechten Haltung jedoch nicht mehr erfüllen.

Ein Ausbau des bereits bestehenden Heims kommt für die Stadt Bern aufgrund von Lärmklagen aus der Nachbarschaft nicht in Frage. Für eine Alternative sind zehn Standorte geprüft worden. Realisieren lässt sich das Tierheim laut Stadt nur auf der Waldlichtung des Bremgartenwalds an der Wohlenstrasse. Dort befinden sich heute ein unterirdischer Erdgasröhrenspeicher mit oberirdischem Infrastrukturbau sowie ein stillgelegtes Forsthaus.

Eine grosse Mehrheit des Berner Stadtparlaments begrüsste die Pläne für das neue Tierheim. «Es ist ein klassischer Interessenkonflikt zwischen Platzmangel am alten Standort und einem beliebten Naherholungsgebiet am neuen», sagte Barbara Nyffeler im Namen der SP/Juso-Fraktion.

Erster Anlauf scheiterte 2006

Mangels Alternative und weil es zu keiner neuen Einzonung kommt, hat sich die Fraktion schliesslich für das Projekt ausgesprochen. Die Waldlichtung wurde 1976 für die ARA Neubrück eingezont, welche das Areal jedoch nie beanspruchte. Einzig das Grüne Bündnis und die Junge Alternative lehnten das Projekt ab. Der Standort auf der Lichtung mitten im Wald sei ungeeignet und der Bau führe zu zusätzlichem Verkehr, monierte die Fraktion.

Ein erster Anlauf für das Tierheim in der Eymatt scheiterte 2006 am Widerstand von Bewohnern der Aumatt-Siedlung auf der anderen Seite des Wohlensees. Sie sahen ihre Ruhe durch Hundegebell gefährdet.

Den Bedenken ist gemäss Gemeinderat in der Überbauungsordnung Rechnung getragen worden. So seien bauliche und betriebliche Massnahmen am Gebäude geplant wie Lärmschutzwände, Auslaufboxen nur gegen Süden und Auslauf in den Boxen nur am Tag.

Die aufgrund von Einsprachen beschlossenen Änderungen werden vor der Volksabstimmung nochmals öffentlich aufgelegt. Die Abstimmung über die Überbauungsordnung mit Zonenplanänderung findet voraussichtlich am 4. März 2018 statt.

(SDA)

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