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EWB plant Wärmespeicher tief unter der Erde

Tief im Untergrund des Berner Forsthaus-Areals soll ein Wärmespeicher entstehen. Entsprechende Pläne hat der Stadtberner Energieversorger EWB am Mittwoch vorgestellt. Eine erste Bohrung soll in etwa einem Jahr erfolgen.

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Auf dem Gelände der Energiezentrale Forsthaus soll der Geospeicher entstehen.
Auf dem Gelände der Energiezentrale Forsthaus soll der Geospeicher entstehen.
Andreas Blatter

Der sogenannte Geospeicher könnte 2022 in Betrieb genommen werden und drei Jahre später seine volle Wirkung entfalten, wie die EWB-Planer vor den Medien erklärten.

In der Energiezentrale Forsthaus betreibt Energie Wasser Bern eine Kehrichtverwertungsanlage, ein Holzheiz-Kraftwerk und ein Gas- und Dampf-Kombikraftwerk zur Erzeugung von Strom und Wärme. Die Wärme wird ins ewb-Fernwärmenetz eingespeist.

Im Sommer kann die aus der Kehrichtverbrennung anfallende Wärme allerdings nicht vollständig genutzt werden. Im Winter hingegen liesse sich diese Abwärme gut gebrauchen.

Hier setzt das Pilotprojekt ein: Ungenutzte Abwärme soll in den Sandsteinschichten der Unteren Süsswassermolasse auf einer Tiefe zwischen 200 und 500 Metern gespeichert werden. Der Speicher könnte in den Sommermonaten aufgeladen und in den Wintermonaten entladen werden.

Höhere Effizienz

Die Effizienz der Energiezentrale Forsthaus liesse sich so weiter erhöhen, wie Energie Wasser Bern betont. Das entspräche den Zielen des städtischen Energierichtplans 2035 und der Energiestrategie des Bundes. Der Geospeicher brauche dabei nicht viel Platz. Für das Pilotprojekt wurden mehrere Etappen festgelegt. Zunächst soll die technische Machbarkeit nachgewiesen werden. Bereits analysieren können die ewb-Planer Material, das kürzlich in Zusammenhang mit den Bauarbeiten für den neuen RBS-Tiefbahnhof zu Tage gefördert wurde.

Zudem beantragt ewb eine Bohrbewilligung beim kantonalen Amt für Wasser und Abfall (AWA). Was Tiefe und eingesetzte Bohrmaschinen betrifft, gleichen die Bohrungen herkömmlichen Erdwärmesondenbohrungen.

(SDA)

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