Stadt will neue Asylunterkunft im Tiefenauquartier

Bern

Die Stadt Bern will weiter Platz schaffen für Flüchtlinge. 120 Asylsuchende sollen in der ehemaligen Krankenpflegeschule Engeried untergebracht werden. Dafür sind bauliche Massnahmen nötig.

Der Berner Gemeinderat schafft Platz für 120 Asylsuchende in der ehemaligen Krankenpflegeschule Engeried. Das teilte die Stadtregierung am Donnerstag mit. Damit die Räumlichkeiten vorübergehend von Asylsuchenden genutzt werden können, sind bauliche Anpassungen in der Höhe von 560'000 Franken nötig. Der Gemeinderat hat einen entsprechenden Kredit zulasten des Fonds für Boden- und Wohnbaupolitik gesprochen.

Die Krankenpflegeschule an der Reichenbachstrasse 118 im Tiefenauquartier wurde 2011 aufgelöst. Dem Gemeinderat schwebt langfristig eine Wohnüberbauung vor, wie er im vergangenen Mai mitteilte. Der Baustart ist für Ende 2019 vorgesehen.

Teile der ehemaligen Schule sollen nun vorübergehend von Asylsuchenden genutzt werden. Im Erdgeschoss sowie im ersten und zweiten Stock von Gebäudetrakt A sollen ab Ende kommenden Jahres etwa 100 minderjährige Asylsuchende leben, die sich ohne Begleitung in der Schweiz aufhalten.

Kostendeckende Vermietung

Die Räumlichkeiten werden an die Zentrum Bäregg GmbH vermietet, die das Zentrum für den Kanton betreiben wird. Die Vermietung erfolge kostendeckend, schreibt der Gemeinderat.

Im Attikageschoss plant die Stadt zudem Wohnraum für etwa 20 Asylsuchende der sogenannten Phase II. Dabei geht es um Asylbewerber und vorläufig Aufgenommene, die nicht mehr in Zentren, sondern individuell untergebracht werden.

Von der Neuerung nicht betroffen sind Mieter in den weiteren Gebäudetrakten der ehemaligen Krankenpflegeschule. Dabei geht es unter anderem um Tagesschule, Schulbibliothek und Kindergarten, wie die Stadt Bern mitteilte.

mib/sda

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