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Stadt will keine Asylbewerber in der alternativen Wohnzone

Das kantonale Migrationsamt schlägt vor, in der alternativen Wohnzone in Riedbach Asylbewerber unterzubringen. Für die Stadt Bern ist das keine Option.

Markus Ehinger
Riedbach im äussersten Westen von Bern: Auf diesem Land sollte die Hüttendorfzone entstehen.
Riedbach im äussersten Westen von Bern: Auf diesem Land sollte die Hüttendorfzone entstehen.
Andreas Blatter
Auf einer Parzelle in Riedbach, die der Stadt Bern gehört, sollen alternative Wohngruppen legal  bleiben dürfen, wenn sie sich an eine Nutzungsvereinbarung  mit der Stadt halten. Auf   6000 Quadratmetern wären leicht entfernbare  Hüttenbauten und  Wohnwagen erlaubt. Für Strom und Wasser sollen die Bewohner selbst aufkommen. Es ist vorgesehen, dass sie die Erschliessungskosten und die Kosten für die Verlegung einer Freileitung zurückzahlen.sar
Auf einer Parzelle in Riedbach, die der Stadt Bern gehört, sollen alternative Wohngruppen legal bleiben dürfen, wenn sie sich an eine Nutzungsvereinbarung mit der Stadt halten. Auf 6000 Quadratmetern wären leicht entfernbare Hüttenbauten und Wohnwagen erlaubt. Für Strom und Wasser sollen die Bewohner selbst aufkommen. Es ist vorgesehen, dass sie die Erschliessungskosten und die Kosten für die Verlegung einer Freileitung zurückzahlen.sar
Zurzeit wohnen die Stadtnomaden mit ihren Wagen auf dem Schermenareal. Sagen die Stimmberechtigten Ja zur Zone     für Wohnexperimente, sollen sie nach Riedbach ziehen.
Zurzeit wohnen die Stadtnomaden mit ihren Wagen auf dem Schermenareal. Sagen die Stimmberechtigten Ja zur Zone für Wohnexperimente, sollen sie nach Riedbach ziehen.
Stefan Anderegg
Komitee 'Hütendorfzone - nein danke' kampiert vor dem Erlacherhof.
Komitee 'Hütendorfzone - nein danke' kampiert vor dem Erlacherhof.
zvg
Am 28. August 2014 luden die Stadtnomaden zu einem Picnic und erläuterten ihren Standpunkt. «Das Wagenleben in Bern bleibt bestehen – unabhängig vom Abstimmungsergebnis», so ein Sprecher der Wagenbewohner.
Am 28. August 2014 luden die Stadtnomaden zu einem Picnic und erläuterten ihren Standpunkt. «Das Wagenleben in Bern bleibt bestehen – unabhängig vom Abstimmungsergebnis», so ein Sprecher der Wagenbewohner.
Stefan Anderegg
Ohne Baubewilligung auf dem Schermenareal: Die alternative Wohngruppe darf für drei weitere Monate bleiben.
Ohne Baubewilligung auf dem Schermenareal: Die alternative Wohngruppe darf für drei weitere Monate bleiben.
Stefan Anderegg
Opposition im Westen von Bern: Ein grosses Schild wirbt in Riedbach für ein Nein am 22. September.
Opposition im Westen von Bern: Ein grosses Schild wirbt in Riedbach für ein Nein am 22. September.
Andreas Blatter
Seit 11 Jahren wohnen  bis zu zehn Leute in einer Wagenburg in der Jordengrube zwischen Bethlehem und Eymatt auf Privatgrund. Nun haben sie nachträglich ein Baugesuch eingereicht.
Seit 11 Jahren wohnen bis zu zehn Leute in einer Wagenburg in der Jordengrube zwischen Bethlehem und Eymatt auf Privatgrund. Nun haben sie nachträglich ein Baugesuch eingereicht.
Markus Ehinger
Berns berühmteste Hüttensiedlung Zaffaraya nutzt seit 2007 diesen Platz hinter dem Park+Ride Neufeld. Der Boden gehört dem Bund, die Siedlung ist «auf Zusehen hin geduldet».
Berns berühmteste Hüttensiedlung Zaffaraya nutzt seit 2007 diesen Platz hinter dem Park+Ride Neufeld. Der Boden gehört dem Bund, die Siedlung ist «auf Zusehen hin geduldet».
Urs Baumann
Bei der Autobahnausfahrt Neufeld befindet sich die alternative Siedlung Zaffaraya.
Bei der Autobahnausfahrt Neufeld befindet sich die alternative Siedlung Zaffaraya.
Google Earth
In Riedbach will die Berner Stadtregierung eine Zone für alternative Wohnformen schaffen.
In Riedbach will die Berner Stadtregierung eine Zone für alternative Wohnformen schaffen.
Grafik: dbe/Openstreetmap
Nach dem Stadtparlament dürfte dann voraussichtlich im September das Volk an der Urne entscheiden, ob es in Bern eine Zone für alternatives Wohnen geben soll.
Nach dem Stadtparlament dürfte dann voraussichtlich im September das Volk an der Urne entscheiden, ob es in Bern eine Zone für alternatives Wohnen geben soll.
Grafik dbe / Bild Google
In Riedbach sollen künftig Gruppen wie die Stadttauben, die Stadtnomaden, aber auch Zaffaraya in ihren Wohnwagen und Hütten leben.
In Riedbach sollen künftig Gruppen wie die Stadttauben, die Stadtnomaden, aber auch Zaffaraya in ihren Wohnwagen und Hütten leben.
Daniel Fuchs
Die geplante Zone für Wohnexperimente beträgt rund 6000 Quadratmeter. Sie soll «Wohnen und Arbeiten in naturverbundener Umgebung» ermöglichen. Zulässig sind Hüttenbauten von maximal fünf Metern Höhe sowie Wohn- und Bauwagen.
Die geplante Zone für Wohnexperimente beträgt rund 6000 Quadratmeter. Sie soll «Wohnen und Arbeiten in naturverbundener Umgebung» ermöglichen. Zulässig sind Hüttenbauten von maximal fünf Metern Höhe sowie Wohn- und Bauwagen.
Jürg Spori
An einem Infoanlass stellten sich Anwohner und Stadtnomaden im Frühjahr 2012 geschlossen gegen das Projekt.
An einem Infoanlass stellten sich Anwohner und Stadtnomaden im Frühjahr 2012 geschlossen gegen das Projekt.
Beat Mathys
Das Landstück im Neubrück war für die alternative Wohnsiedlung im Gespräch. Die Anwohner aus Kirchlindach und Bremgarten befürchten, dass es zu Lärmproblemen kommen könnte.
Das Landstück im Neubrück war für die alternative Wohnsiedlung im Gespräch. Die Anwohner aus Kirchlindach und Bremgarten befürchten, dass es zu Lärmproblemen kommen könnte.
Jürg Spori
Seit 2008 wurden die Stadtnomaden ihrem Namen vierteljährlich gerecht: Alle drei Monate ziehen sie mit ihren alten Wohnwagen auf die nächste Brache, die ihnen von den Behörden zugewiesen wird. Im Bild: Wohnwagen 2010 im Viererfeld.
Seit 2008 wurden die Stadtnomaden ihrem Namen vierteljährlich gerecht: Alle drei Monate ziehen sie mit ihren alten Wohnwagen auf die nächste Brache, die ihnen von den Behörden zugewiesen wird. Im Bild: Wohnwagen 2010 im Viererfeld.
Urs Baumann
Die Stadtnomaden residierten bis Januar 2013 auf der Baustelle beim Wankdorfcity. Mittlerweile sind sie via Viererfeld und Neubrück in den Hirschenpark gezogen.
Die Stadtnomaden residierten bis Januar 2013 auf der Baustelle beim Wankdorfcity. Mittlerweile sind sie via Viererfeld und Neubrück in den Hirschenpark gezogen.
Februar 2012: Die Stadtnomaden wohnten auf dem Mittelfeld.
Februar 2012: Die Stadtnomaden wohnten auf dem Mittelfeld.
Jürg Spori
Dieses Rotationsprinzip war das Resultat eines runden Tisches, den Stadtpräsident Alexander Tschäppät (SP) nach jahrelangem Katz-und-Maus-Spiel mit verschiedenen Wohnwagengruppen einberufen hatte. Im Bild: Die «Stadttauben» im Sommer 2008 im Weyermannshaus.
Dieses Rotationsprinzip war das Resultat eines runden Tisches, den Stadtpräsident Alexander Tschäppät (SP) nach jahrelangem Katz-und-Maus-Spiel mit verschiedenen Wohnwagengruppen einberufen hatte. Im Bild: Die «Stadttauben» im Sommer 2008 im Weyermannshaus.
Kate und Güggu an der «Nomadendemo» im Winter 2008.
Kate und Güggu an der «Nomadendemo» im Winter 2008.
zvg
«Dieser Platz ist besetzt» Im Frühling 2008 besetzten die «Stadttauben» für ein Wochenende das Areal der Wankdorf City.
«Dieser Platz ist besetzt» Im Frühling 2008 besetzten die «Stadttauben» für ein Wochenende das Areal der Wankdorf City.
zvg
Flaggenhissung auf dem neuen Zaffaraya-Gelände im Winter 2007/2008.
Flaggenhissung auf dem neuen Zaffaraya-Gelände im Winter 2007/2008.
zvg
Umzugsbild im «freien Land Zaffaraya»  im Dezember 2007 (im Uhrzeigersinn): Wagensiedlungen ziehen ihre Kreise.
Umzugsbild im «freien Land Zaffaraya» im Dezember 2007 (im Uhrzeigersinn): Wagensiedlungen ziehen ihre Kreise.
zvg
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Immer wieder gerät die Asylunterkunft Hochfeld im Berner Länggassquartier in die negativen Schlagzeilen. Die Hauptkritik: Die seit November 2012 betriebene Unterkunft ist unterirdisch. Ursprünglich war sie deshalb nur als Notunterkunft für sechs Monate geplant gewesen. «Aus unserer Sicht besteht dringender Bedarf für eine oberirdische Unterkunft für 80 bis 100 Asylsuchende als Ersatz für die Anlage im Hochfeld», sagt Claudia Mannhart, stellvertretende Generalsekretärin der Direktion für Bildung, Soziales und Sport der Stadt Bern. Es sei aber klar, dass es nicht einfach sei, eine solche Unterkunft an einem Ort in der Stadt Bern zu finden.

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