Zum Hauptinhalt springen

Stadt vergibt «Lizenz zum Sprayen»

In der Stadt Bern soll es innerhalb nützlicher Frist legale Graffiti-Wände geben. Das Stadtparlament hat am Donnerstag eine Jugendmotion mit 52 zu 11 Stimmen gutgeheissen.

Mit Ausnahme der SVP und der kleinen Rechtsparteien sprachen sich alle Parteien für das Anliegen der Jugendlichen aus. Legale Graffitiwände gibt es in der Schweiz in mehreren Städten, seit acht Jahren auch an einer 400 Meter langen Schallschutzwand beim Schiessstand in Ostermundigen. Diese wird auch von Sprayern aus der Stadt Bern rege benutzt.

Der Schiessstand muss nun einer Überbauung weichen und es sind neue Freiräume gesucht. Die Jugendmotion verlangte vom Gemeinderat, dass in der Stadt Bern mindestens drei Standorte zur Verfügung gestellt werden.

Das Tiefbauamt hat Standorte am Pfeiler der Monbijoubrücke hinter dem Marzilibad, an der Autobahn-Lärmschutzwand beim Freudenbergplatz und in der Personenunterführung Ausserholligen/Bernstrasse geprüft.

Jugendliche müssen aktiv mitsuchen

Die Stadtregierung verlangt allerdings von den Jugendlichen ein aktives und verbindliches Engagement bei der Suche und beim Betrieb künftiger Anlagen. Konkret sollen sich die interessierten Jugendlichen während einer Projektphase von zwei Jahren beteiligen und namentlich bei der Definition des Angebots und der Regeln, sowie bei der Kommunikation im Umfeld der Standorte mitarbeiten.

Das städtische Tiefbauamt rechnet pro Standort mit einmaligen Einrichtungskosten von 10'000 Franken und jährlich wiederkehrenden Betriebskosten von 6000 Franken.

SDA

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch