Stadt Bern will Erhebung von Gebühren vereinfachen

Bern

Die Stadt Bern will die Erhebung von Gebühren einfacher, verständlicher und übersichtlicher machen. Das ist das Ziel einer Vorlage, die der Stadtrat am Donnerstag in erster Lesung beraten hat.

Für die Beseitigung eines Wespennests durch die Berufsfeuerwehr wie auf dem Bild wird beispielsweise eine Gebühr von 50 Franken erhoben, obwohl die effektiven Kosten viel höher sind.

Für die Beseitigung eines Wespennests durch die Berufsfeuerwehr wie auf dem Bild wird beispielsweise eine Gebühr von 50 Franken erhoben, obwohl die effektiven Kosten viel höher sind.

(Bild: Urs Baumann)

Die Teilrevision der Gebührentarife von Reto Nauses Direktion für Sicherheit, Umwelt und Energie (SUE) dreht sich um die Gebühren der Abteilung Feuerwehr, Zivilschutz und Quartieramt, des Polizeiinspektorats und des Amts für Umweltschutz.

Für die Bürgerinnen und Bürger solle die Bemessung der Gebühren «transparent, nachvollziehbar und fair» sein, schrieb der Gemeinderat in seiner Botschaft ans Parlament.

Wespen-Einsätze werden teurer

Ein Beispiel: Für die Beseitigung von Wespen- und Hornissenschwärmen durch die Berufsfeuerwehr gilt heute eine Gebühr von 50 Franken. Die effektiven Kosten sind aber weit höher. Künftig soll in der Regel der Mindesttarif von 100 Franken geltend gemacht werden, in einzelnen Fällen bis zu 300 Franken.

Das sei immer noch nicht kostendeckend, räumt der Gemeinderat ein. Doch die breite Bevölkerung solle sich die Entfernung der Nester leisten können. Sollten die Leute aus Kostengründen zur Selbsthilfe greifen und beispielsweise die Nester mit Benzin in Brand setzen, wäre dies mit Gefahren verbunden.

Für die Beseitigung von Bienenschwärmen sollen übrigens weiterhin keine Gebühren erhoben werden. Die Berufsfeuerwehr Bern führt jährlich rund 360 Insekteneinsätze durch, davon 100 Bieneneinsätze.

sih/sda

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