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Stadt Bern verzeichnet Touristenrekord

Bern Tourismus blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück: 710'000 Logiernächte wurden 2013 verzeichnet, mehr als je zuvor.

Im Jahr 2013 haben in Bern mehr Gäste übernachtet als je zuvor. Im Bild das Bed&Breakfast Beauvilla Bern.
Im Jahr 2013 haben in Bern mehr Gäste übernachtet als je zuvor. Im Bild das Bed&Breakfast Beauvilla Bern.
Stefan Anderegg
Die Qin-Ausstellung, zahlreiche Kongresse und wie hier das Eidgenössische Schwingfest in Burgdorf trugen zur Steigerung um 3,5 Prozent im 2013 ab.
Die Qin-Ausstellung, zahlreiche Kongresse und wie hier das Eidgenössische Schwingfest in Burgdorf trugen zur Steigerung um 3,5 Prozent im 2013 ab.
Andreas Blatter
Denn die Leute bleiben relativ kurz in Bern: Mit 1,7 Tagen liegt die mittlere Aufenthaltsdauer deutlich unter Städten wie Wien und Paris.
Denn die Leute bleiben relativ kurz in Bern: Mit 1,7 Tagen liegt die mittlere Aufenthaltsdauer deutlich unter Städten wie Wien und Paris.
Susanne Keller
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Das Eidgenössische Schwingfest in Burgdorf, die Qin-Ausstellung und zahlreiche Kongresse trugen zur Steigerung um 3,5 Prozent ab.

Stärkster Wachstumsmarkt ist weiterhin Asien, wie Bern-Tourismus-Direktor Markus Lergier am Dienstag vor den Medien sagte. Die Zahl der europäischen Gäste war auf hohem Niveau leicht rückläufig. Jeder zweite Gast kommt aus der Schweiz, das ergibt laut Lergier einen «idealen Mix».

Die Leute bleiben aber relativ kurz in Bern: Mit 1,7 Tagen liegt die mittlere Aufenthaltsdauer deutlich unter Städten wie Wien und Paris. Lergier träumt deshalb von neuen «touristischen Ankerpunkten», die Gäste in die Bundesstadt locken und die Verweildauer verlängern - getreu dem Slogan «Bern is easy to reach but hard to leave».

Auf der Schützenmatte zum Beispiel könnte ein Stararchitekt einen gigantischen Turm bauen, findet Lergier. Zuoberst auf dem «Bern Tower» wünscht er sich ein Attika-Freibad, eine Lounge und ein Restaurant - auf den unteren Stockwerken hätte es Platz für ein Hotel, für «Gegenwartskunst und die Gurlitt-Sammlung» sowie für Hörsäle und Dienstleistungen.

«Das wäre die neue Eingangspforte zur Altstadt», sagte Lergier. Die Reitschule nebenan hätte immer noch Platz, «das wäre sogar eine gute Symbiose».

Swiss House und ein neuer Kongress

Was Bern auch noch fehle, sei ein Swiss House, findet Lergier. Er stellt sich einen Pavillon vor, wie man ihn aus Olympischen Dörfern kennt. Im Swiss House könnten «sämtliche Schweizer Klischees zelebriert werden».

Bereits im Entstehen ist offenbar ein neuer Kongress, der «Spirit of Bern». Dabei handelt es sich um ein «internationales Forum für Politik, als Ergänzung zum WEF in Davos und zum Swiss Economic Forum in Interlaken». Nähere Angaben machte Lergier nicht.

Zuversichtlich blickt Bern Tourismus aufs laufende Jahr. Am 1. Juni wird das lang ersehnte Bern Ticket lanciert, mit dem alle Hotelgäste kostenlos das ÖV-Netz nutzen können. Finanziert wird das Ticket über eine Erhöhung der Übernachtungsabgabe um 1.50 Franken.

Drohende Beitragskürzung

Sorgen bereitet den Touristikern eine drohende Beitragskürzung. Die SP-Fraktion im Stadtrat möchte den Beitrag der Stadt von 890'000 Franken auf 700'000 Franken kürzen. Der Entscheid fällt am Donnerstag im Rahmen der Debatte über den Finanzplan 2015-18.

Bern Tourismus brauche das Geld dringend zur Finanzierung des Marketings, sagte Präsident Alec von Graffenried. Mit dem Geld werde Bern also in aller Welt bekannt gemacht. «Werden Kürzungen vorgenommen, so hat Bern zwar eine gute Infrastruktur, aber weniger Geld, um darüber zu sprechen.»

(SDA)

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