Stadt Bern kommuniziert neu auch in Gebärdensprache

Bern

Die Stadt Bern als Vorreiterin in Sachen Gebärdensprache: Neu werden auf der städtischen Internetseite wichtige Informationen in Videos gebärdet.

Stadtpräsident Alec von Graffenried im ersten Video der städtischen Internetseiten, das in Gebärdensprache übersetzt wird.

Stadtpräsident Alec von Graffenried im ersten Video der städtischen Internetseiten, das in Gebärdensprache übersetzt wird.

(Bild: Printscreen youtube)

Die Stadt Bern verbreitet künftig auf ihrer Internetseite wichtige Informationen auch in Gebärdensprache und in der sogenannten «Leichten Sprache». Das ist eine besonders gut verständliche Sprache. Bern ist nach eigenen Angaben die erste Schweizer Stadt, die das tut.

Online-Informationskanäle würden immer wichtiger, schreibt die Berner Stadtregierung in einer Mitteilung zur Begründung dieses Schritts. Eine Vorstudie der städtischen Fachstelle Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen und der Stadtkanzlei habe aufgezeigt, dass die Barrierefreiheit der Stadtberner Internetseite weiter verbessert werden sollte.

Von Informationen in «Leichter Sprache» profitierten nicht nur Menschen mit Lernbeeinträchtigungen oder kognitiven Einschränkungen, sondern auch Fremdsprachige. In Sachen Gebärdensprache plant die Stadt Bern ein Grundangebot von 15 bis 20 Videos, die in den kommenden zwei Jahren realisiert werden sollen. Zwei Videos sind bereits auf der Stadtberner Internetseite aufgeschaltet.

Erstes Video mit Stadtpräsident

Auf dem ersten Video begrüsst Stadtpräsident Alec von Graffenried gehörlose und hörende Besucher der Webseite. Das zweite präsentiert das Angebot der Gleichstellungs-Fachstelle.

Von Graffenried sagt im Video, Bern wolle eine Stadt für alle sein. «Es ist für uns wichtig, dass sich auch gehörlose und hörbehinderte Menschen in Bern wohlfühlen.» Am Schluss verabschiedet sich von Graffenried in Gebärdensprache.

An der Innerrhoder Landsgemeinde in Appenzell gab es im April dieses Jahres es eine Premiere für Gehörlose: Erstmals wurden die Diskussionen und Abstimmungen durch Dolmetscher live in Gebärdensprache übersetzt. Dies war kürzlich auch bei der 1.-August-Rede von Bundespräsident Alain Berset der Fall.

sih/sda

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