Stadt Bern findet Investorin aus Basel

Die Basler Stiftung Edith Maryon will das Areal der ehemaligen Feuerwehrkaserne ent­wickeln. Und die Zwischennutzung wird verlängert.

Viel Betrieb: Der Gemeinderat will, dass die heutigen Zwischennutzungen — hier das Restaurant Löscher — auch künftig ihren Platz haben

Viel Betrieb: Der Gemeinderat will, dass die heutigen Zwischennutzungen — hier das Restaurant Löscher — auch künftig ihren Platz haben

(Bild: Christian Pfander)

Die Stadt Bern steht vor einer ­Herausforderung. Es geht um die Frage, wie das Areal der ehemaligen Feuerwehrkaserne im Viktoriaquartier am besten genutzt wird. Die rot-grüne Stadtregierung hat klare Rahmenbedingungen vorgegeben. Ein Verkauf des Areals an den meistbietenden ­Investor würde ihren Visionen in Sachen gemeinnütziger Wohnungsbau widersprechen.

Für günstigen Wohnraum

Nun hat der Gemeinderat eine ihm genehme Investorin gefunden. Die Basler Stiftung Edith Maryon und ihre Tochtergesellschaft Equimo AG sind bereit, das Areal im Rahmen der Prämissen des Gemeinderats als Investoren zu entwickeln. Die Stiftung ­wurde im Jahr 1990 zur Förderung sozialer Wohn- und Arbeitsstätten gegründet. Sie stellt nach eigenen Angaben möglichst günstigen Raum und Wohnraum vorzugsweise für soziokulturelle Nutzungen bereit und besitzt zu diesem Zweck zahlreiche Immobilien im In- und Ausland. Bis ­Ende 2018 will die Stadt Bern mit der Stiftung einen Baurechts­vertrag abschliessen.

Neubau für 20 Wohnungen

In seiner gestrigen Mitteilung skizziert der Gemeinderat ziemlich genau, wie er sich die Umnutzung des Areals vorstellt. Zum einen soll gemeinnütziger Wohnraum entstehen. Dafür ist ein Neubau an der Gotthelfstrasse vorgesehen. Diese rund 20 Wohnungen werden frühestens im Jahr 2022 bezugsbereit sein.

Aus für Flüchtlingsunterkunft

Weiter verlangt der Gemeinderat, dass die heutige Nutzung im Gebäudeteil, der an der Vikto­riastrasse liegt, weitergeführt ­werden kann. Dort befinden sich beispielsweise das Restaurant Löscher und diverse kleinere ­Gewerbebetriebe wie ein Getränkehersteller. Zudem will der ­Gemeinderat, dass auch die ­Kindertagesstätte ihren Betrieb weiterführen kann.

Die heute bestehende Flüchtlingsunterkunft wird dagegen bei der neu konzipierten Nutzung keinen Platz mehr ­haben.

Die für die Zwischennutzungen erteilten Bewilligungen sind bis Ende Januar 2019 befristet. Das Gleiche gilt für den Baurechtsvertrag zwischen der Stadt und den Zwischennutzern. Nun geht der Gemeinderat davon aus, dass es nicht möglich sein wird, Anfang Februar 2019 mit den Bauarbeiten zu beginnen. Deshalb will er ein Baugesuch ein­reichen, um die Zwischennutzungen zu verlängern.Die Genossenschaft FeuerwehrViktoria führt am kommenden Samstag ein Fest durch. Dieses ­beginnt um 14 Uhr und dauert bis in die Nacht hinein. Die Betreiber der Zwischennutzungen öffnen ­dabei ihre Türen.

sny

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