Stadt Bern: 50 neue Plätze für Asylsuchende

Bern

Auf der Suche nach Unterkünften für Asylsuchende prüft die Stadt Bern verschiedenste Möglichkeiten. In einer Zivilschutzanlage will sie 50 neue Plätze als Notunterkunft anbieten.

In einer Berner Zivilschutzanlage sollen 50 zusätzliche Plätze für eine Asyl-Notunterkunft bereitgestellt werden.

In einer Berner Zivilschutzanlage sollen 50 zusätzliche Plätze für eine Asyl-Notunterkunft bereitgestellt werden.

(Bild: Stefan Anderegg)

Im Asylbereich steht die Stadt Bern gleich doppelt unter Druck. Einerseits wurde sie Ende Juli wie andere Gemeinden vom Kanton verpflichtet, möglichst rasch eine Notunterkunft für Asylsuchende zur Verfügung zu stellen. Andererseits reisst die Kritik an ihrer unterirdischen Asylunterkunft im Hochfeld nicht ab. Diese ist nicht wie ursprünglich geplant nach einem halben Jahr wieder geschlossen worden, sondern hat sich seit 2012 zum Providurium entwickelt – obwohl auch der Gemeinderat die Zivilschutzanlage für die längerfristige Unterbringung von Asylsuchenden als ungeeignet erachtet.

Nun sind die Stadtbehörden auf der Suche nach einer zusätzlichen Notunterkunft offenbar fündig geworden. Er habe dem Kanton 50 Plätze in einer Zivilschutzanlage in Aussicht gestellt, schreibt der Gemeinderat in seiner Antwort auf einen dringlichen Vorstoss der GB/JA-Fraktion. Eine definitive Annahme des Angebots stehe jedoch noch aus. Dank dieser zusätzlichen Notunterkunft sollte «die mit dem Kanton vereinbarte Beschränkung der Belegung im Hochfeld mittelfristig eingehalten werden» können, so der Gemeinderat.

Auf der Suche nach weiteren Lösungen werde gegenwärtig eine Übersicht der infrage kommenden oberirdischen Unterkünfte erstellt. «Das Engagement aller Beteiligten für die Suche nach einer oberirdischen Unterkunft ist hoch», versichert die Stadtregierung. Gesucht werde nach zwei Arten von Liegenschaften: nach solchen für die Unterbringung von Asylsuchenden in der Phase 1 (Durchgangszentren) sowie nach solchen, die für die Phase 2 des Asylbereichs – die Unterbringung in einer Gemeinde, in der Regel in Wohnungen – geeignet sein könnten.

Dafür habe man auch die Kirchen kontaktiert, um abzuklären, ob diese über geeignete Räumlichkeiten verfügten, heisst es weiter. Infrage kommende Liegenschaften könnten laut der Stadtregierung auch «Bürogebäude oder Gebäude zur Zwischennutzung» sein. Ebenfalls geprüft werde «die Möglichkeit, kurzfristig Parzellen als Platz für mobile Raummodule zu nutzen».

hae

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