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«Stadion Wankdorf gehört zum Kapital von YB»

Die Vereinsmitglieder des BSC Young Boys haben an der Hauptversammlung am Montag den Namen «Stadion Wankdorf» als Heimstätte des BSC Young Boys in den Vereinsstatuten verankert.

Seit 2006 spielen die Young Boys im Stade de Suisse. YB-Fans fordern, dass das Stadion wieder den altehrwürdigen Namen Wankdorf erhält.
Seit 2006 spielen die Young Boys im Stade de Suisse. YB-Fans fordern, dass das Stadion wieder den altehrwürdigen Namen Wankdorf erhält.
Keystone
Die meisten YB-Fans wurden nie richtig warm mit dem Namen Stade de Suisse für «ihr» Stadion.
Die meisten YB-Fans wurden nie richtig warm mit dem Namen Stade de Suisse für «ihr» Stadion.
Herbert Rentsch
Auch im alten Wankdorf Stadion erlebte YB traumatische Niederlagen: Zum Beispiel beim Cupfinal 1991, als man eine 2:0-Halbzeitführung gegen Sion noch aus den Händen gab. Im Bild: YB-Stürmer Dario Zuffi erzielt gegen Sion-Goalie Stefan Lehmann das vorzeitige 2:0.
Auch im alten Wankdorf Stadion erlebte YB traumatische Niederlagen: Zum Beispiel beim Cupfinal 1991, als man eine 2:0-Halbzeitführung gegen Sion noch aus den Händen gab. Im Bild: YB-Stürmer Dario Zuffi erzielt gegen Sion-Goalie Stefan Lehmann das vorzeitige 2:0.
Keystone
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Die Mitglieder des Vereins BSC Young Boys haben am Montag an der Hauptversammlung einem Antrag auf Statutenänderung zugestimmt, schreiben die Fans in einer Mitteilung. Neu ist der Name «Stadion Wankdorf» als Heimstätte des BSC Young Boys in den Vereinsstatuten verankert.

Damit wollen sie dem Anliegen ihrer Petition mit 10'000 Unterschriften nochmals Nachdruck verleihen. Diese haben sie Mitte Februar dem YB-Präsidenten Werner Müller und Alain Kappeler, CEO der Stadion AG, übergeben.

In einem Schreiben haben die Fans den YB-Verwaltungsrat um ein Gespräch ersucht. Bis heute hätten die Stadionverantwortlichen noch nicht darauf reagiert, wie es weiter heisst.

Identität und Tradition zurück

Zwar habe der Verein keinen direkten Einfluss auf die Stadionvermarktung, da dies in der Kompetenz der Stadion AG falle, wird in der Mitteilung eingeräumt. Der Beschluss zeige aber, dass die Fans vom Potenzial, welches in der Marke Wankdorf stecke, überzeugt seien.

Zum Kapital von YB würden nebst der 117-jährigen Vereinsgeschichte, der Mitglieder, den Emotionen und Leidenschaft der Fans und den gelb-schwarzen Farben «auch das Stadion Wankdorf» zählen, betont der Verein.

Mit der Namensänderung würde YB nicht nur ein wichtiges Stück Identität und Tradition zurückerhalten: Auch aus wirtschaftlicher Sicht sei dies nachhaltiger als ein kurzfristiger Verkauf der Namensrechte, sind die Fans überzeugt.

Bis Ende Saison Gespräche

Die Stade de Suisse Wankdorf AG betont einmal mehr den Spagat zwischen sportlichem Erfolg und dem finanziellen Gleichgewicht. «Wenn ein Investor kommt und sagt, er wolle das Stadion Wankdorf zu marktüblichem Preis den Fans zurückgeben, dann sind wir selbstverständlich sofort dabei», erklärt Albert Staudenmann, der Sprecher der Stade de Suisse und der YB-Betriebs-AG auf Anfrage.

Derzeit würden Termine gesucht, damit sich die Petitionäre mit dem Verwaltungsrat treffen können. «Da dieser logischerweise nicht wöchentlich tagt, hat er sich noch nicht gemeinsam dem Thema angenommen», sagt Staudenmann. Bis Ende Saison allerdings sollen diese Gespräche über die Bühne gehen.

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