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Spitex Bern wandelt sich von Verein zu Genossenschaft

Die Spitex der Stadt Bern bietet ihre wichtigsten Dienstleistungen künftig als Genossenschaft an, nicht mehr als Verein.

Die Spitex Bern agiert nun als Genossenschaft.
Die Spitex Bern agiert nun als Genossenschaft.
Walter Pfäffli

Sie verändert ihre Rechtsform, um zu zusätzlichen Mitteln zu kommen und mehr unternehmerische Unabhängigkeit zu haben.

Der Vorstand und die Geschäftsleitung der Spitex Bern stellten die Neuausrichtung am früheren Montagabend den Vereinsmitgliedern vor. Anschliessend wurde gleich die Genossenschaft gegründet, wie die Spitex Bern mitteilte.

Zusätzliche Mittel braucht die Spitex Bern, weil der Kanton Bern geringere Leistungsbeiträge zahlt und gleichzeitig die Nachfrage nach ambulanter Pflege und Betreuung weiter steigt. In der Rechnung 2013 resultierte deshalb ein Verlust von rund 550'000 Franken. Die Pflegeeinsätze stiegen im vergangenen Jahr um 9000 auf fast 366'000.

Private und Firmen sollen Anteile kaufen

«Mit dem Übergang der Leistungspartnerschaft von der Stadt Bern zum Kanton Bern und dem gleichzeitig gewünschten Wettbewerb durch den Kanton hat sich die Ausgangslage für die Spitex Bern massiv verändert», sagte der Geschäftsführer der Spitex Bern, Philip Steiner, auf Anfrage.

Der Bundesrat sorgte 2011 mit einer Anpassung der Pflegefinanzierung für Wettbewerb im Spitex-Bereich. Seither buhlen neben öffentlichen Spitex-Organisationen, wie die Spitex Bern, auch Private um Aufträge.

Zu einer breiteren finanziellen Basis soll die Spitex Bern kommen, indem Privatpersonen und lokale Firmen Genossenschaftsanteile zeichnen. Wer sich in der Genossenschaft engagiere, trage einen zentralen Pfeiler der Gesellschaft und des Gesundheitswesens solidarisch mit, sagt Steiner.

Um das operative Geschäft kümmert sich künftig also die Spitex-Genossenschaft Bern. Der Spitex-Verein wird aber nicht aufgelöst: Er konzentriert sich künftig auf die Förderung der Kinderspitex und die Unterstützung benachteiligter Menschen.

Für Angestellte ändert sich nichts

Spitex Bern beschäftigt rund 450 Angestellte und erreicht jährlich einen Umsatz von über 30 Millionen Franken. Für die Angestellten ändert sich laut Steiner mit der neuen Rechtsform nichts.

SDA/mas

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