Zum Hauptinhalt springen

Spital Moutier stellt sich hinter vorgeschlagene Neuausrichtung

Das Spital von Moutier soll künftig schwerpunktmässig ein interkantonales Psychiatriezentrum sein. Jedoch sollen auch gewisse somatische Leistungen angeboten werden.

Konkret möchte die HJB in Moutier eine Poliklinik mit Notfalldienst von 6 bis 22 Uhr, einen Operationstrakt und Interne Medizin oder Geriatrie als Spezialisierung.
Konkret möchte die HJB in Moutier eine Poliklinik mit Notfalldienst von 6 bis 22 Uhr, einen Operationstrakt und Interne Medizin oder Geriatrie als Spezialisierung.
Adrian Moser

Die Leitung des Spitals von Moutier findet es richtig, dass dieses Haus künftig schwerpunktmässig ein interkantonales Psychiatriezentrum sein soll. Allerdings möchte die Betreiberin Hôpital du Jura Bernois SA (HJB) auch künftig gewisse somatische Leistungen anbieten.

Wie der Direktor des Spitals Moutier, Dominique Sartori, am Montag in Moutier den Medien sagte, denkt die HJB an zwei künftige Standbeine: Psychiatriezentrum für stationäre und ambulante Dienstleistungen und somatische Medizin mit Notfalldienst, Spezialisierungen und einem ambulanten Teil.

Konkret möchte die HJB in Moutier eine Poliklinik mit Notfalldienst von 6 bis 22 Uhr, einen Operationstrakt und Interne Medizin oder Geriatrie als Spezialisierung. «Wir müssen uns anpassen, um überleben zu können», sagte Verwaltungsratspräsident Anthony Picard.

Die Primärausrichtung auf die Psychiatrie werde es dem Spital von Moutier erlauben, den Standort unabhängig von der künftigen Kantonszugehörigkeit Moutiers zu erhalten, finden Direktion und Verwaltungsrat. In der Akutmedizin habe das Spital Moutier angesichts der Nähe von Spitälern in Biel, Delsberg und St-Imier keine Zukunft.

Mitte März hatte das Westschweizer Fernsehen RTS berichtet, dass sich das Spital von Moutier schwerpunktmässig Richtung Psychiatrie entwickeln und eine interkantonale Institution werden könnte. Eine kantonsübergreifende Arbeitsgruppe hatte diese Empfehlung in einem vertraulichen Bericht formuliert.

Hintergrund der Überlegungen der Arbeitsgruppe war gemäss RTS, dass weder der Kanton Jura noch der Berner Jura für sich allein genommen die kritische Masse hätten, um eine effiziente Psychiatrieversorgung zu betreiben.

Dazu kommt, dass die psychiatrische Klinik in Bellelay nicht mehr den heutigen Bedürfnissen entspricht. Die Berner Kantonsregierung hat sich bisher nicht zu diesem Vorschlag geäussert.

SDA/sma

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch