Spitäler Lindenhof, Engeried und Sonnenhof wollen fusionieren

Bern

Die Berner Privatspitäler Sonnenhof, Engeried und Lindenhof haben beschlossen, eng zusammenzuarbeiten. Damit reagieren sie auf die «Herausforderungen der neuen Spitalversorgungsplanung des Kantons Bern», wie sie am Mittwoch mitteilten.

Privatklinik Sonnenhof an der Buchserstrasse 30 in Bern.

Privatklinik Sonnenhof an der Buchserstrasse 30 in Bern.

(Bild: Tomas Wüthrich)

Die Sonnenhof-Kliniken und das Lindenhofspital begründeten in einer Mitteilung den Zusammenschluss mit den neuen Anforderungen an Effizienz und Qualität der Spitäler, die wegen der neuen Gesetzgebung und Spitalplanung entstanden seien. In den nächsten Wochen soll die Kooperation juristisch vollzogen werden. Die operative Umsetzung erfolgt ab dem 1. Januar 2012 in Teilschritten. Es entsteht das zweitgrösste Spital im Kanton Bern.

Eine Schwierigkeit dürfte sein, dass eine Stiftung (Lindenhof) und eine Aktiengesellschaft (Sonnenhof) quasi fusionieren wollen.

500 Betten und 2130 Mitarbeiter

Die neue Spitalgruppe wird dereinst 500 Betten anbieten und 2130 Mitarbeiter beschäftigen. Sie wird im Jahr 30'000 stationäre Patienten und 70'000 Patienten ambulant behandeln. Neuer Chief Executive Officer (CEO) der Gruppe soll François Andrey werden, bisher Spitaldirektor des Lindenhofspitals.

Mit der Kooperation entstünden bedeutende Zentren für Orthopädie, Chirurgie, für Gynäkologie und Geburtshilfe sowie für Innere Medizin, hiess es weiter. Erste Aufgabe der neuen Klinikgruppe werde es sein, mit der modernen Infrastruktur der drei Spitäler Synergiepotenziale zu nutzen. Durch die Schaffung von Schwerpunkten werde es den Kliniken möglich sein, ihre Position in der Spitzenmedizin zu stärken.

Beispielsweise könnte die Gynäkologie am Standort Engeried konzentriert werden. Dort entsteht das grösste private Frauenspital des Kantons.

Kein Stellenabbau geplant

Die Verantwortlichen betonten, dass mit der Fusion eine «lokale Lösung» habe gefunden werden können. «Gerade als Stadtberner bin ich stolz, dass wir für unsere Berner Spitäler und unsere Patientinnen und Patienten eine Berner Lösung gefunden haben», sagte FDP-Grossrat Christoph Stalder, Präsident der Stiftung Lindenhof Bern.

Auf Anfrage sagte Sonnenhof-Chef Peter Kappert, dass es zu keinem Stellenabbau kommen werde. «Im Gegenteil: Da wir wachsen, brauchen wir eher zusätzliches gut qualifiziertes Personal», so Kappert.

Kappert wird die neue Spitalgruppe mit seinem Fachwissen beraten und ist als Stiftungsrat der Stiftung Lindenhof Bern vorgeschlagen worden.

met

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt