Spielend zur perfekten Wurst

Zum Abschluss unserer «Brätlistellen»-Serie stellen wir vier Orte vor, an denen es sich gut bräteln und wunderbar spielen lässt.

In der näheren und weiteren Umgebung von Bern finden sich zahlreiche schöne Brätlistellen; auf aussichtsreichen Hügeln, in kühlen Wäldern und an lauschigen Gewässern. Wir stellen ­einige vor und erklären, wie man sie am einfachsten erreicht.

Zu beachten ist, dass das Platzangebot beschränkt ist und man das Brennholz zum Teil selbst organisieren muss. Aufeinander Rücksicht zu nehmen und zu den Einrichtungen Sorge zu tragen, ist Ehrensache.

Getestet wurden die Brätli­stellen von BZ-Redaktor Markus Zahno. Mit seiner Familie betreibt er das nicht kommerzielle Portal www.brätlistellen.ch, auf dem bereits über 200 Grillplätze verzeichnet sind.

Schangnau – Glückeli

Der Spielplatz beim Glückeli hält, was sein Name verspricht: Hier werden Kinder glücklich. Sie finden wunderbare Spielgeräte, vom Kletterbaum bis zur Transportseilbahn, vom Ruderboot bis zum Bagger. All die Geräte hat Ueli Egli vom gleichnamigen Transportunternehmen gebaut. In unzähligen Arbeitsstunden hält er den Platz in Schuss und stellt ihn der Allgemeinheit gratis zur Verfügung. Das ist alles andere als selbstverständlich.

Marke Eigenbau ist auch der Grill: Die Höhe des Rosts lässt sich mit einer Drehkurbel verstellen, ohne dass man sich die Hände verbrennt. Weiter unten kann man sich an einen massiven Holztisch setzen. Kurz: Dieser Spiel- und Brätliplatz verdient unser höchstes Lob.

Anreise:

  • Mit dem Auto: In Schangnau dem Wegweiser «Pflegeheim Hohgantblick» folgen, nach der dritten Kurve hat es einen kleinen Abstellplatz für ein Auto, dort ist der Eingang zum Spielplatz. Weitere Parkmöglichkeiten im Dorf Schangnau.
  • Zu Fuss: Wanderweg von Schangnau in Richtung Räbloch oder Wachthubel.
  • Mit dem ÖV: Postautohaltestelle «Schangnau Post», danach etwa 15 Minuten den Wanderweg entlang.

Glückeli: Alle Spielgeräte sind Marke Eigenbau. Bilder: pd

Worb – Robi Rüfenacht

Der Robi-Spielplatz ist für ­Rüfenacht ein wichtiger Begegnungsort. Letztes Jahr hat ihn die Gemeinde Worb zusammen mit Helferinnen und Helfern komplett erneuert. Das Engagement hat sich gelohnt: Der einst heruntergekommene Spielplatz hat sich in eine wahre Perle verwandelt. Ein Kletterturm mit langer Rutschbahn, ein Sandkasten unter dem Segeldach, eine Mountainbiker-Strecke für Kinder, ein Fussballfeld – es fehlt an nichts. Natürlich hat es auch eine kleine Feuerstelle mit Tisch und Bänken. Und neben dem neuen Pavillon, den unter anderem die offene Kinder- und Jungendarbeit Worb nutzt, stehen Toiletten zur Verfügung.

Anreise:

  • Mit dem ÖV: knapp 300 Meter von der Tramstation «Scheyenholz» (blaues Bähnli) entfernt.
  • Mit dem Auto: Parkplätze direkt beim Fussballfeld/Spielplatz.
  • Zu Fuss: in der Nähe des Wanderwegs Allmendingen–Rüfenacht–Dentenberg–Boll.

Robi Rüfenacht: Die Erneuerung letztes Jahr hat sich gelohnt.

Büren an der Aare – Helvetiaplatz

Das grosszügige Areal oberhalb von Büren an der Aare ist ein lohnendes Ausflugsziel für ­Familien. Hier hat es gleich drei Feuerstellen (inklusive Brennholz) und drei Picknicktische, zudem einen Brunnen und eine WC-Kabine. Die Aussicht auf ­Büren, Grenchen, Solothurn und den Jura darf sich im wahrsten Sinne sehen lassen. Das grösste Plus sind natürlich die Spiel­geräte: Rutschbahnen, Spielhäuschen, ein Riesenschaukelpferd und vor allem die aus Baumstämmen gesägte Eisenbahn zum Hineinsitzen begeistern die Kinder.

Anreise:

  • Mit dem ÖV: Bahnhof Büren, von dort 400 Meter dem Wegweiser «Schweizer-Familie-Feuerstelle» folgen.
  • Mit dem Auto: Fahrverbot zur Brätlistelle, deshalb zum Beispiel beim Bahnhof parkieren.
  • Zu Fuss: In der Nähe des Wanderwegs Büren–Städtiberg–Dotzigen.

Helvetiaplatz: Beste Aussicht auf Solothurn und den Jura.

Eriz – Moosboden

«Welcher Teil vom Ei ist schwerer: Das Eigelb oder das Eiweiss?» Das ist eine der Fragen auf dem kleinen Rätselweg im Eriz, am Ufer der Zulg. Der Weg beginnt beim Spiel- und Brätliplatz Moosboden. Ein schöner Ort mit allerlei Spielgeräten und nicht weniger als drei Grills. Gegessen werden kann an drei grossen ­Tischen. Dabei hört man die Zulg vorbeirauschen (an der die Kinder wunderbar spielen können). In der Nähe steht sogar ein WC-Häuschen. Wer darin sitzt, kann nochmals in aller Ruhe überlegen, was schwerer ist: das Eigelb oder das Eiweiss?

Anreise:

  • Zu Fuss: am Wanderweg Inner­eriz–Aussereriz.
  • Mit dem Auto: auf dem Parkplatz vor der ARA parkieren, dann zu Fuss Richtung Zulg und auf dem Wanderweg 250 Meter flussaufwärts.
  • Mit dem ÖV: wenige Gehmi­nuten von der Bushaltestelle «Innereriz Garage» entfernt.

Moosboden: Nebst Spiel­geräten gibt es auch ein Rätsel.

Berner Zeitung

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