Bern

Spatenstich für Skatepark auf der Schützenmatte

BernSeit Montag ist der Skatepark auf der Berner Schützenmatte im Bau. Die Eröffnung ist nach 10 Jahren Planung und Mobilisierung für den August 2016 geplant.

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Skateparks unter Brücken würden einen besonderen Stellenwert bei Skatern besitzen, schreibt der Verein sk8.be auf seiner Webseite. Seit nun mehr als 10 Jahren plant der Verein unter dem SBB-Viadukt auf der Schützenmatte in Bern eine Skate-Anlage. Diese habe «das Potential zur Legende.» Seit März 2015 liegt die Bewilligung vor, vorerst fehlte aber noch das Geld.

Nun steht fest, dass der Park gebaut werden kann. Der Berner Gemeinderat hat Anfang März 2016 den Vertrag genehmigt und einen Beitrag von 240'000 Franken zugesichert. Die Gemeinde Köniz unterstützt das Projekt mit 5000 Schweizer Franken.

Der Bau der Anlage kostet laut Pablo Lobsang, Initiant des Projekts und Miglied des Vereins sk8.be, 330'000 Schweizer Franken. Die Betriebskosten würden sich jährlich auf bis zu 25'000 Schweizer Franken belaufen. Via Crowdfounding will der Verein nun noch den Restbetrag für die Baukosten und die Betriebskosten für das erste Jahr sicherstellen. Vom 5.-7. August 2016 soll die Anlage mit einem grossen Fest eröffnet werden.

Spatenstich nach 10 Jahren Planung

Der Spatenstich erfolgte am Dienstagvormittag, seit Montag wird der Asphalt aufgerissen. Die Berner Gemeinderätin Franziska Teuscher, der Könizer Gemeinderat Thomas Brönnimann, Initiant Pablo Lobsang und Alex Haller, Jugendamtleiter der Stadt Bern, haben die Schaufel gleich selber in die Hand genommen. Franziska Teuscher blickt dabei auf die 10-jährige Geschichte des Projekts zurück und freut sich, «dass ein neues Angebot für die Jugendlichen aus Bern und Umgebung entstehen wird». Sie spricht gar von «einem historischen Moment».

Da der Platz unter der Eisenbahnbrücke der SBB gehöre, habe auch mit ihr verhandelt werden müssen. Die SBB hat der Stadt Bern das Terrain unter dem Viadukt im Baurecht überlassen. Die Stadt Bern widerum stellt dieses dem Verein sk8.be zur unentgeltlichen Nutzung zur Verfügung. Der Betrieb der Skate-Anlage werden durch den Verein sichergestellt und finanziert.

Nicht die Lösung für Probleme

Der Jugendamtsleiter der Stadt Bern, Alex Haller, ist überzeugt, «dass die Begeisterung des Vereins sk8.be die Atmosphäre auf dem Vorplatz und auf der Schützenmatte positiven beeinflussen wird». Initiant Pablo Lobsang hofft auf einen positiven Einfluss des Skateparks, «die Probleme rund um die Reitschule lösen, können wir aber nicht».

Für den Könizer Gemeinderat Thomas Brönnimann ist klar, «dass die Reitschule auch die Nachbargemeinden etwas angeht». Die Reitschule und ihr Vorplatz sei nicht nur für Jugendliche aus der Stadt Bern ein beliebter Treffpunkt, sondern auch für die Jugend aus den Agglomerationsgemeinden.

Auch für Inlineskates und BMX

Die Anlage wird vor allem für das Skateboardfahren ausgelegt. Sie ist aber auch für Inlineskater und BMX-Fahrer zugänglich. Auch Nicht-Vereinsmitglieder dürfen den Skate-Bowl nutzen. Der Verein will regelmässige freie Trainings durchführen. Zudem sind mindestens zweimal im Jahr grössere Events geplant.

Der Skatepark wird täglich rund um die Uhr unentgeltlich zur Verfügung stehen, ausser bei Durchführung von Sk8workshops, Sk8events und exklusiven Sk8nutzungen. Der Park kann bei jeder Witterung genutzt werden, ist jedoch nicht beleuchtet. Aufgrund einer Einsprache musste laut dem Verein ska8.be ein Lärmgutachten erstellt werden. Dieses zeige, dass die Lärm-Emissionen keine Probleme darstellen würde.

Gebaut wird der Skatepark unter der Leitung von Skatepark-Planer Erwin Rechsteiner und seine Firma Bowl Constructions AG. Die Anlage wird in Beton gebaut und teilweise im Boden versenkt. Die Skate-Bowl ist das erste grössere Projekt der Stadt Bern im Bereich Strassensport.

(Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 26.04.2016, 12:59 Uhr

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