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SP lanciert Petition zu Schönburg-Plänen

Die SP sammelt Unterschriften gegen die Baupläne für die Schönburg. Sie verlangt von der Bauherrschaft, nicht nur teure Wohnungen zu bauen.

So soll sich das Gebäude nach der Renovation präsentieren.
So soll sich das Gebäude nach der Renovation präsentieren.
zvg
Die 135 Wohnungen sind im oberen Preissegment angesiedelt.
Die 135 Wohnungen sind im oberen Preissegment angesiedelt.
zvg
Im Nordflügel ist ein Businesshotel auf Drei-Sterne-Niveau geplant.
Im Nordflügel ist ein Businesshotel auf Drei-Sterne-Niveau geplant.
Andreas Blatter
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Bern, Schönburg. Im Monopoly wäre der frühere Post-Hauptsitz ein lukratives Feld. Die Eigentümerin, die Swiss Prime Site AG (SPS), wird dort ein Designhotel, 135 Wohnungen und einen Coop bauen, wie sie letzte Woche mitteilte. Die geplanten Wohnungen sollen «die anspruchsvollsten Wohnbedürfnisse» erfüllen. 2,5 Zimmer werden voraussichtlich 1400 Franken kosten, 4,5 Zimmer 2850 Franken.

Zu viel, findet die SP Bern-Nord. Eine Gruppe der grössten SP-Sektion protestierte am Donnerstag vor Ort gegen die hohen Mieten. Mit einer Petition fordern sie die Bauherrschaft auf, «das Projekt zu überdenken und einen angemessenen Anteil an preisgünstigem Wohnraum zu errichten».

Laut Stadtrat Johannes Wartenweiler will man bis im Januar Unterschriften sammeln und diese schliesslich der SPS-Geschäftsleitung über­geben. Gemäss den Anlagericht­linien des Bundes sei es möglich, 4,5-Zimmer-Wohnungen für 2000 Franken anzubieten, sagte Wartenweiler. «In Bern besteht ein dringender Bedarf an preisgünstigen Wohnungen.»

Angemessen fänden die Sozialdemokraten ein Drittel günstiger Wohnungen, wie ihn die 2014 vom Volk angenommene Wohninitiative vorgibt. Sobald Letztere in Kraft tritt, wird sie bei allen Um- und Einzonungen zur Anwendung kommen. Die Baupläne der SPS sind indes zonenkonform, und gegen das Baugesuch gab es keine Einsprachen – bleibt nur noch eine Petition dafür, sich gegen das Projekt zu wehren.

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