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SP Bern-Nord zieht Einsprache grösstenteils zurück

Die SP Bern-Nord hat einem Teilrückzug ihrer Einsprache gegen das Projekt Tram Region Bern zugestimmt. Dazu hat sie eine Vereinbarung mit Bernmobil und der Stadt Bern unterzeichnet, wie die Partei am Mittwoch mitteilte.

Das Tram Region Bern hatte an der Urne keine Chance.
Das Tram Region Bern hatte an der Urne keine Chance.
zvg
Auch der Landwirt Niklaus Hofer war gegen das Projekt: Am Plattenweg in Schliern hätte für die Wendeschlaufe Land geopfert werden sollen.
Auch der Landwirt Niklaus Hofer war gegen das Projekt: Am Plattenweg in Schliern hätte für die Wendeschlaufe Land geopfert werden sollen.
Andreas Blatter
Am 11. August 2014 hatten sich Stadtpräsident Alexander Tschäppät, Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer und  Ueli Studer, Gemeinderat Köniz (v.l.n.r.) für das Tram Region Bern ausgesprochen.
Am 11. August 2014 hatten sich Stadtpräsident Alexander Tschäppät, Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer und Ueli Studer, Gemeinderat Köniz (v.l.n.r.) für das Tram Region Bern ausgesprochen.
Susanne Keller
Das Nein zum Tram Region Bern könnte ein Umdenken bei der Vergabe von  Planungskrediten nach sich ziehen.
Das Nein zum Tram Region Bern könnte ein Umdenken bei der Vergabe von Planungskrediten nach sich ziehen.
zvg
So hätte die Streckenführung aussehen sollen: Die geplante Strecke der Linie 10 von Köniz nach Ostermundingen und die Verlängerung der Linie 9 bis Kleinwabern.
So hätte die Streckenführung aussehen sollen: Die geplante Strecke der Linie 10 von Köniz nach Ostermundingen und die Verlängerung der Linie 9 bis Kleinwabern.
Grafik BZ
Sie hatten gehofft, dass der 10er-Bus durch ein Tram ersetzt wird: Ostermundigens Gemeindepräsident Thomas Iten sowie die Gemeinderatsmitglieder Regula Unteregger und Erich Blaser (v.l.).
Sie hatten gehofft, dass der 10er-Bus durch ein Tram ersetzt wird: Ostermundigens Gemeindepräsident Thomas Iten sowie die Gemeinderatsmitglieder Regula Unteregger und Erich Blaser (v.l.).
Susanne Keller
Das Stimmvolk fuhr das Tram an die Wand.
Das Stimmvolk fuhr das Tram an die Wand.
zvg
In der Visualisierung fährt das Tram durch das Köniz Zentrum...
In der Visualisierung fährt das Tram durch das Köniz Zentrum...
zvg
... vorbei am Schloss Köniz in Richtung Schliern.
... vorbei am Schloss Köniz in Richtung Schliern.
zvg
Trotz 3-Minuten-Takt ist 10er Bus, der zwischen Köniz-Bern-Ostermundigen verkehrt, häufig überfüllt.
Trotz 3-Minuten-Takt ist 10er Bus, der zwischen Köniz-Bern-Ostermundigen verkehrt, häufig überfüllt.
zvg
Ein Tram hätte eine deutlich höhere Kapazität.
Ein Tram hätte eine deutlich höhere Kapazität.
zvg
Die heutige Buslinie 10 erschliesst nach Angaben der Stadt Bern rund einen Viertel der Bevölkerung und etwa die Hälfte der Arbeitsplätze in Köniz, Bern und Ostermundigen.
Die heutige Buslinie 10 erschliesst nach Angaben der Stadt Bern rund einen Viertel der Bevölkerung und etwa die Hälfte der Arbeitsplätze in Köniz, Bern und Ostermundigen.
zvg
So hätte der Bahnhof Ostermundigen mit Tramanbindung aussehen sollen.
So hätte der Bahnhof Ostermundigen mit Tramanbindung aussehen sollen.
zvg
Die Linie 10 führt am Schosshaldenfriedhof vorbei Richtung Ostermundigen
Die Linie 10 führt am Schosshaldenfriedhof vorbei Richtung Ostermundigen
zvg
Auch die Rüti bei Ostermundigen hätte mit dem neuen 10er-Tram erschlossen werden sollen. Um die Steigung zu überwinden, war ein Tunnel geplant gewesen.
Auch die Rüti bei Ostermundigen hätte mit dem neuen 10er-Tram erschlossen werden sollen. Um die Steigung zu überwinden, war ein Tunnel geplant gewesen.
zvg
Der Eigerplatz hätte attraktiver gestaltet werden sollen.
Der Eigerplatz hätte attraktiver gestaltet werden sollen.
zvg
Über den Viktoriaplatz wären die Linien 9 und 10 geführt worden.
Über den Viktoriaplatz wären die Linien 9 und 10 geführt worden.
zvg
Kapazitätsgrenze erreicht: Die Bernmobil-Buslinie 10 transportiert jährlich 16 Millionen Passagiere.
Kapazitätsgrenze erreicht: Die Bernmobil-Buslinie 10 transportiert jährlich 16 Millionen Passagiere.
Raphael Moser
Zu nah für Velos, zu weit für Rollstuhlfahrer? Die Distanz zwischen Gleisen und Trottoirs ist umstritten.
Zu nah für Velos, zu weit für Rollstuhlfahrer? Die Distanz zwischen Gleisen und Trottoirs ist umstritten.
Stefan Anderegg
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Die Einsprache bezog sich vor allem auf die Moserstrasse im Berner Nordquartier. Die SP Bern-Nord machte im Juli vergangenen Jahres geltend, dass mit dem Teilprojekt Gleissanierung Breitenrain der «Boulevardcharakter der Moserstrasse zu Grabe getragen würde», und zwar zum Schaden der Fussgänger.

Die Strasse würde für Tempo 50 ausgelegt und nicht für Tempo 30, das «Regime der Zukunft», hatte die Partei vor knapp einem Jahr mitgeteilt. Zu jenem Zeitpunkt wünschten mehrere Gruppierungen Nachbesserungen am Projekt Tram Region Bern.

In der Zwischenzeit hätten zahlreiche Gespräche stattgefunden, teilt die SP Bern-Nord nun mit. In der Neuauflage seien zahlreiche ihrer Forderungen erfüllt worden, vor allem bezüglich der Moserstrasse. In der Viktoriastrasse könne zudem eine beträchtliche Anzahl der Bäume erhalten bleiben.

Die Einsprache werde nun «grösstenteils» zurückgezogen. Von den «zahlreichen Einwänden» würden nur noch zwei Punkte beibehalten, sagte Christian Boesch, Präsident der SP Bern-Nord, auf Anfrage.

Das Projekt Moserstrasse sei ursprünglich als «eisenbahnrechtliches Verfahren ohne die Möglichkeit der Mitsprache» präsentiert worden, schreibt die Partei weiter. Verwaltung und Politik hätten aber erkannt, dass dieses Vorgehen falsch gewesen sei.

Die SP Bern-Nord stehe geschlossen hinter dem Tram Region Bern, hält die Partei fest. Man unterstütze die Vorlage, weil «die zentralen Kritikpunkte aufgenommen wurden».

(SDA)

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