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Sozialdienste drohten zu Unrecht

Nach 35 Jahren sollte eine Sozialhilfebezügerin aus ihrer Wohnung ausziehen – weil diese 71 Franken zu teuer ist. Nun hat das Verwaltungsgericht der Frau teilweise recht gegeben. Zahlt sie die 71 Franken Differenz selber, darf sie bleiben.

Nach 35 Jahren sollte eine Sozialhilfebezügerin aus ihrer Wohnung ausziehen – weil diese 71 Franken zu teuer ist. Kann die Frau die Differenz selber bezahlen, muss sie nicht ausziehen.
Nach 35 Jahren sollte eine Sozialhilfebezügerin aus ihrer Wohnung ausziehen – weil diese 71 Franken zu teuer ist. Kann die Frau die Differenz selber bezahlen, muss sie nicht ausziehen.
Patric Spahni

Seit 35 Jahren lebt A.I.* in derselben Wohnung in der Gemeinde Zollikofen. 971 Franken bezahlt sie monatlich für ihre dreieinhalb Zimmer. Seit einem Jahr bezieht die arbeitslose Frau Sozialhilfe. Ihre Wohnung liegt 71 Franken über den Richtlinien für Sozialhilfebezüger, denn Zollikofen bezahlt maximal 900 Franken an den Nettomietzins eines Einpersonenhaushalts. Die Gemeinde forderte die Frau deshalb auf, eine günstigere Wohnung zu suchen und die alte zu kündigen. Zudem drohte man ihr an, die restlichen Leistungen zu kürzen, sollte sie der Aufforderung nicht nachkommen.

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