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Sonne, Secco und Superautos

Heisse Schlitten, so weit das Auge reicht: Am Sonntag fand in Aarberg das jährliche Ferrari-Treffen statt. Das Fazit der Besucherinnen und Besucher fällt durchwegs gut aus.

Die Altstadt von Aarberg leuchtete am Sonntag in Ferrari-Rot. Über 220 Autos nahmen heuer am Treffen teil.
Die Altstadt von Aarberg leuchtete am Sonntag in Ferrari-Rot. Über 220 Autos nahmen heuer am Treffen teil.
Enrique Muñoz García
Das Fest zog viele Fans schneller Autos an.
Das Fest zog viele Fans schneller Autos an.
Enrique Muñoz García
Fans schauen gerne genau hin, auch bei technischen Details.
Fans schauen gerne genau hin, auch bei technischen Details.
Enrique Muñoz García
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Wer sich für Ferrari interessiert, kam am Sonntag in Aarberg voll auf seine Kosten. Über 220 Boliden und ihre stolzen Fahrer versammelten sich bei strahlendem Sonnenschein zum jährlichen Ferrari-Treffen auf dem Stadtplatz des historischen Örtchens, um dann in einem Autokorso um den Neuenburger See herum nach Bern zu fahren.

Zu sehen gab es alle Sorten Ferrari in Gelb, Schwarz und Rot, mit Nummernschildern aus der ganzen Schweiz. Ein mancherorts liebevoll geöffneter Kofferraum gab den Blick auf einen Motor frei, der genauso gut ein Raketenantrieb hätte sein können, zu dem die Besucher aber respektvoll Abstand hielten. Denn anfassen durfte man die Autos nicht, an denen jeder Kratzer einer Tragödie gleichkommt oder vielleicht dem finanziellen Ruin der Person, die aus Versehen mit ihrer Tasche am Aussenspiegel hängen bleibt.

«Top poliert!»

Zu wertvoll waren die Wagen, die hier Nase an Nase parkierten und deren Motor in 4,3 Sekunden von null auf hundert beschleunigen kann. Entsprechend begeistert fotografierten die angereisten Autofans mit und ohne Ferrari die edlen Schlitten, tauschten sich über die neuesten Modelle aus und genossen den Blick auf das gelb-schwarz-rote Farbenmeer bei einem Gläschen Wein und fröhlicher Sommermusik.

Während die Cafés voll waren und die Gäste an den Autos vorbeiflanierten, wurde jeder neu eintreffende Ferrari von rot gekleideten Hostessen persönlich begrüsst. «Es ist ein sehr erfolgreicher Tag», freut sich Kathrin Nemeth, die mit ihrem Mann Josef das Autohaus Nemeth leitet, welches seit 1999 jedes Jahr das Ferrari-Treffen organisiert. Und jedes Jahr würden es mehr Fer­rari und mehr Zuschauer werden, freut sich Nemeth.

Zu den Bewunderern gehört etwa die 25-jährige Tanja Fuhrer, Automechanikerin mit einem Herz für schnelle Autos. «So einen Ferrari zu besitzen, wäre das Ziel», schwärmt sie – oder aber gleich ihr Lieblingsauto, einen Maserati. Dora (61) und Urs (66) Tribolet kommen jedes Jahr, weil das Städtchen eine Traumkulisse für die Superautos biete. «So viele wie heuer habe ich noch nie gesehen. Und sie sind top poliert!», freut sich Urs Tribolet. Und Dora Tribolet findet: «Schöne Autos sind immer gut.»

«Das ist wie mit den Frauen»

Wer keinen eigenen Ferrari hatte, tat trotzdem sein Möglichstes, um die Liebe zur Autolegende zu zeigen, und kam etwa in Ferrari-Shirt und roter Mütze. Oder aber in leichten Hemden und Kleidern in sommerlichem Weiss, dem Stoff gewordenen Lebensgefühl von Spazierfahrten mit viel PS. Wer sich wie ein Formel-1-Star fühlen wollte, konnte an einem Gewinnspiel teilnehmen und eine Flasche Methusalem-Spumante-Champagner gewinnen.

Für Elio und Leo, die ihren Nachnamen nicht in der Zeitung lesen wollen, steht fest: «Ferrari sind eine Legende.» Obwohl auch sie Maserati lieben. «Aber das ist wie mit den Frauen», meinen sie mit italienischem Schalk, «warum sich zwischen einer Blon­dine und einer Brünette ent­scheiden?»

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