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«So etwas hat es in der Geschichte von Bernmobil noch nie gegeben»

Spektakulärer Bauschritt für das neue Tramdepot von Bernmobil beim Berner Guisanplatz: In der Nacht auf Donnerstag werden zwei Stahlkastenlängsträger für die neue Zufahrtsbrücke über die Autobahn A6 eingeschwenkt.

Die beiden Träger sind je 38 Meter lang und 105 Tonnen schwer. Ein Spezialkran schwenkt sie ab 21 Uhr vom Depotareal aus auf die beiden Brückenwiderlager ein. Dafür muss der Verkehr auf der Autobahn A6 mehrmals angehalten werden. Für Bernmobil ist das ein historischer Tag. «So etwas hat es in der Geschichte von Bernmobil wohl noch nie gegeben», sagte Rolf Meyer von Bernmobil.

Noch ist das Tramdepot vis-à-vis der Postfinance Arena eine riesige Baustelle. Kosten soll es nach aktuellen Schätzungen 97,6 Millionen Franken. Der grösste Teil der Tiefbauarbeiten ist bereits beendet, wie Bernmobil-Direktor René Schmied am Mittwoch vor den Medien sagte. Bis nächsten August entsteht an der Bolligenstrasse ein praktisch vollautomatisches Tramdepot. Die Stahl-/Holz-/Glaskonstruktion wird 42 Meter lang und Platz für 30 Trams bieten. Sieben Geleise werden nebeneinander gebaut und es wird möglich sein, kleine Reparaturarbeiten auszuführen und die Trams zu reinigen.

Zwei Depots reichen

Das Depot beim Burgernziel wird aufgelöst und das Gebäude der Stadt zurückgegeben. Grund für den Bau war einerseits die neue Tramlinie Bern West, die 14 zusätzliche Fahrzeuge benötigt. Es gibt jedoch noch einen anderen Grund: «Falls die Tramachse durch die Innenstadt wegen einer Veranstaltung oder wegen Bauarbeiten gesperrt ist, müssen wir die Tramlinien sowohl im Westen wie auch im Osten separat beschicken können», sagte Schmied. Das sei mit dem bestehenden Depot am Eigerplatz, das erhalten bleibt, und dem neuen an der Bolligenstrasse gegeben.

Gebaut wird den ganzen Winter hindurch. Im November werden die Hochbauarbeiten in Angriff genommen.

SDA/tan

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