Sieben Feuerwehren ­spannen zusammen

Sensebezirk

2020 nimmt die inter­kommunale Feuerwehr Sense-Nord ­ihren ­Betrieb auf. Acht Gemeinden ­haben in Tafers eine Ver­einbarung unterzeichnet.

Die Gemeinden Alterswil, Bösingen, Düdingen, Heitenried, Rechthalten, St. Antoni, St. Ursen und Tafers bilden ab 2020 einen neuen Feuerwehrverband.

Die Gemeinden Alterswil, Bösingen, Düdingen, Heitenried, Rechthalten, St. Antoni, St. Ursen und Tafers bilden ab 2020 einen neuen Feuerwehrverband.

(Bild: Sibylle Meier (Symbolbild))

Es tut sich etwas in der Feuerwehrlandschaft des Sensebezirks. Die Gemeinden Alterswil, Bösingen, Düdingen, Heitenried, Rechthalten, St. Antoni, St. Ursen und Tafers bilden ab 2020 einen neuen Feuerwehrverband, der ein Gebiet von 22'500 Einwohnern abdeckt. Im Oberamt in Tafers haben die Vertreter von acht Sensler Gemeinden und sieben Feuerwehrkorps die Vereinbarung für die künftige Zusammenarbeit unterschrieben.

Erste Ideen für eine Zusammenarbeit im unteren Teil des Bezirks sind vor etwa vier Jahren in den Gemeinden Bösingen, Düdingen und Tafers aufgetaucht. Darauf haben die Kommandanten eine Arbeitsgruppe gebildet. «Sie kämpfen alle mit dem gleichen Problem», erklärt Oberamtmann Manfred Raemy. «Es fehlt tagsüber an Leuten, die den Pikettdienst gewährleisten.» Da immer weniger Feuerwehrmitglieder ihren Arbeitsplatz zu Hause oder in einem Betrieb am Wohnort haben, ist die Anzahl Einsatzkräfte vielfach selbst in grösseren Gemeinden ungenügend. «Auch der Stützpunkt Düdingen kennt diese Probleme.» Nach ersten Gesprächen hat sich das Feld nach und nach erweitert.

Einfache Strukturen

Raemy verhehlt nicht, dass die Diskussionen nicht immer einfach waren. «Es gab bis jetzt ­sieben eigenständige Korps mit sieben Kommandanten, nun wird es einen Verband mit einer Leitung geben.» Bruno Grossrieder, der die Arbeitsgruppe geleitet hat, erklärt, dass diese trotz unterschiedlicher Interessen sehr lösungsorientiert ans Werk gegangen sei. Heute liege eine Vereinbarung vor, hinter der alle Partner stehen könnten.

Die Kooperation der Feuerwehren geschieht in Form einer interkommunalen Vereinbarung. «Wir haben lange über die Form der Trägerschaft diskutiert», sagt der Oberamtmann. Wichtig sei allen Gemeinden gewesen, eine Struktur zu kreieren, in der einfache Änderungen rasch umsetzbar seien. So können alle Gemeinden ihre heutigen individuellen Gepflogenheiten in Bezug auf die Ersatzabgabe beibehalten.

Material zentral gewartet

Die Ortskompanien bleiben bestehen. Sie bilden ein Bataillon, das dem Kommandanten des Stützpunkts Düdingen unterstellt ist. Die Gemeinden verabschieden ein gemeinsames Budget, bei dem die Kosten nach einem Verteiler gemäss Einwohnerzahl abgerechnet werden. Neues Material kauft der Verband ein und kann so günstigere Konditionen aushandeln.

«Ein grosser Vorteil ergibt sich bei der Wartung. Weil die Feuerwehren aller Gemeinden das gleiche Material verwenden, ist es untereinander austauschbar», sagt Manfred Raemy. Vorgesehen ist, dass alle Feuerwehren ihr Material im Stützpunkt Düdingen abgeben, wo es gewartet wird. Dazu wird ein Materialwart angestellt. Zudem wird der Kommandant dieser Feuerwehr auch das Kommando der interkommunalen Feuerwehr übernehmen.

Ist der Feuerwehrverband Sense-Nord einmal gegründet, gibt es – neben dem interkommunalen Feuerwehrverband Sense-Süd – noch drei Feuerwehrstrukturen im Bezirk: Giffers, Tentlingen und St. Silvester arbeiten bereits eng zusammen, ebenso Wünnewil-Flamatt und Ueberstorf. Schmitten hat sich entschieden, vorläufig eigenständig zu bleiben.

Berner Zeitung

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