Sie hoffte auf 20'000 Franken und erhielt fast das Doppelte

30 Tage lang sammelte Aline Langenegger Geld für ihren Dokumentarfilm über zystische Fibrose. Das Resultat ist eindrücklich und übertrifft die Erwartungen.

Aline Langenegger sammelte auf Wemakeit.ch rund 35'000 Franken für ihren Dokumentarfilm.

Aline Langenegger sammelte auf Wemakeit.ch rund 35'000 Franken für ihren Dokumentarfilm.

(Bild: Susanne Keller)

Dominik Galliker@DominikGalliker

Bevor Aline Langenegger ihr Projekt veröffentlichte, hatte die 27-Jährige schlecht geschlafen. «Nehme ich mich zu wichtig?», hatte sie sich gefragt.

30 Tage sind mittlerweile vergangen, seit sie den Trailer für ihren Dokumentarfilm über die Krankheit zystische Fibrose ins Internet geladen hat. Via die Plattform Crowdfunding Wemakeit.com suchte sie Spender. Und das Echo war enorm.

«Damit hätte ich nie gerechnet»

20'000 Franken hat sich Aline Langenegger von der Aktion erhofft. Heute Morgen läuft die Frist aus – der Zähler zeigt rund 35'000 Franken. «Damit hätte ich nie gerechnet», sagt sie.

Die ehemalige Moderatorin von Radio Neo1 will die Geschichte von drei jungen Erwachsenen erzählen, deren Geschwister an zystischer Fibrose gestorben sind. Aline Langenegger selber hat ihre Schwester Kerstin so verloren. «Als Schwester fühlst du dich immer hilflos», sagt sie. Nun habe sie das Gefühl, etwas für die Betroffenen tun zu können.

Unter anderem haben auch die Radiosender Neo1, Bern1 und Energy Bern über das Projekt berichtet. Die Medienpräsenz zahlte sich aus. «Ich habe viele Nachrichten von Leuten erhalten, die ich gar nicht kannte», erzählt Aline Langenegger. «Und immer wenn ich morgens ins Büro kam, sagte mein Chef: ‹Schau, jetzt ist der Betrag schon wieder gestiegen›.»

Total braucht sie 80'000 Franken

Mit den 35'000 Franken ist die Finanzierung des Dokumentarfilms auf gutem Weg. Stiftungen zahlen weitere 15'000 Franken. Und die Bäckerei Felber mit ihren zehn Standorten will ebenfalls eine Spendenaktion für das Projekt starten.

«Sie haben mich einfach angerufen und gesagt, dass sie mich unterstützen wollen.» Insgesamt braucht sie 80'000 Franken, um den Dokumentarfilm zu realisieren.

Nach all dem Echo spüre sie einen gewissen Druck, sagt Aline Langenegger. «Allerdings einen gesunden Druck. Jetzt muss der Film einfach super werden.»

Berner Zeitung

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