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Shoppingcenter massiv kleiner

Vier Stockwerke. Viele Läden. Mehrere Restaurants. Im Könizer Liebefeld sollte das erste Schweizer Asien-Center entstehen. Doch die Interessenten blieben aus. Das Gebäude wird jetzt nur einstöckig und hat bloss zwei Shops.

Ein einstiges Pionierprojekt kommt nun bescheiden daher. Die Implenia Generalunternehmung AG will gegenüber den Vidmarhallen ein Dienstleistungszentrum mit zwei Verkaufsläden bauen. Das Baubewilligungsverfahren läuft. Bis dieses abgeschlossen ist, will Projektleiter Roland Schlegel über die Mieter und deren Warenangebot keine Details verraten. Nur so viel:?In den Läden werden auch Lebensmittel erhältlich sein. Und: Es handelt sich weder um Aldi oder Lidl noch um einen Grossverteiler. Das Investitionsvolumen beträgt 9,5 Millionen Franken.

«Schwerer Rückschlag»

Die inzwischen mit der Implenia fusionierte Zschokke AG hatte grosse Pläne. Sie wollte dort den ersten asiatischen Supermarkt des Landes bauen, das Swiss Asia Center. Die zahlreichen Läden und Restaurants sollten vier Stockwerke und 4500 Quadratmeter ausfüllen. Bisweilen war sogar von 10'000 Quadratmetern die Rede. Mangels Mietinteressenten und Investoren wurde das Projekt laufend redimensioniert. Der Mietermix musste angepasst werden und beschränkte sich nicht mehr auf asiatische Anbieter. «Die Verkleinerung ist für uns ein schwerer Rückschlag», sagt Implenia-Geschäftsstellenleiter Schlegel. Zumal er für 60 Prozent der Flächen bereits Mieter gefunden hätte. Doch dann sei ein Hauptmieter – ein Gastrounternehmen, dessen Namen er nicht nennen will – abgesprungen. Schlegel findet es auch «sehr schade», dass es im Zentrum nun kein Restaurant geben wird.

Immerhin: Falls es sich vor allem um Lebensmittelläden handelt, sollten genügend lokale Kundinnen und Kunden vorhanden sein. Denn in den letzten zwei Jahren ist rund um die Parzelle ein ganzes Quartier mit Hunderten von Wohnungen entstanden.

Vorplatz mit Vidmarhallen

Das kleine Einkaufszentrum nimmt auch weniger Raum ein. Davon profitieren die gegenüberliegenden Vidmarhallen. Denn laut Roland Schlegel soll nun ein grosser Vorplatz gebaut werden, der die Hallen und das neue Gebäude verbindet. Daran wird ein weiterer einstöckiger Gewerbebau grenzen, der in Planung ist.

Schlegel rechnet damit, dass das Ladengebäude mit den beiden Shops ab Frühling gebaut werden kann. In einem Jahr könnten dort die ersten Kundinnen und Kunden ein und aus gehen. Vier Jahre später als geplant.

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