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Bern

An der Sonnenbergstrasse steht seit Juli ein parkierter Renault Laguna. Die Polizei sucht den Halter des Fahrzeugs.

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Ralph Heiniger

So lange sollte man sein Auto eigentlich nicht stehen lassen. Dieser Renault Laguna steht bereits seit Anfang Juli an der Sonnenbergstrasse. Nachdem sich Anwohner über den Langzeitparkierer mit dem spanischen Kennzeichen beschwert hatten, blockierte die Polizei das Fahrzeug mit einem Radblockierschuh. Doch das ist schon geraume Zeit her.

Gemäss Dominik Jäggi, Mediensprecher der Kantonspolizei Bern, wandten sich die Berner Polizisten wegen des spanischen Kennzeichens unter anderem an ihre spanischen Kollegen. Und seither warten sie auf eine Antwort. Für den Laien scheint es kaum fassbar, dass eine derart simple Abklärung so viel Zeit in Anspruch nehmen kann. Jäggi sagt aber: «Bei Fahrzeugen mit ausländischen Kennzeichen dauern solche Abklärungen erfahrungsgemäss länger.»

«Solange ein parkiertes Fahrzeug den Verkehr nicht behindert, darf man es nicht einfach abschleppen.» Dominik Jäggi, Mediensprecher Kantonspolizei Bern

Warum schleppt die Polizei das Auto nicht einfach ab? «Solange ein parkiertes Fahrzeug den Verkehr nicht behindert, darf man es nicht einfach abschleppen», sagt Jäggi. Zudem werde das Fahrzeug noch in diesem Monat im Amtsblatt ausgeschrieben. Was kostet ein halbes Jahr Parkieren am selben Ort? «Es gilt zunächst, den Fahrzeughalter zu identifizieren, ehe allfällige Kosten beziffert werden können.» Diese können nämlich unterschiedlich ausfallen. Je nach dem muss der Halter etwa Abschlepp- und administrative Gebühren berappen. Zudem kommen bei einer allfälligen Strafanzeige Kosten für das Strafverfahren und die eigentliche Strafe dazu. Falls das Auto aber gestohlen wurde, fallen für den rechtmässigen Besitzer wiederum keine derartigen Kosten an.

Abwarten . . .

Fazit: Bis der Halter identifiziert werden kann oder solange die öffentliche Ausschreibung noch läuft, bleibt der Renault Laguna also höchstwahrscheinlich an der Sonnenbergstrasse. Über die Frage «Wie lange noch?» kann man zurzeit nur spekulieren. Dominik Jäggi sagt: «Meldet sich bis zum Ende der öffentlichen Ausschreibung niemand bei uns, werden spätestens dann gemeinsam mit der Stadt Bern weitere Schritte geprüft.» Um welche Schritte es sich dabei handle, sei zurzeit ebenfalls spekulativ, so Jäggi.

Unweit des Berner Kursaals steht das in Spanien zugelassenen Auto:

Berner Zeitung

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