Schweizer Ballonfahrer verpassen das Podest

Gordon Bennett

Die Schweizer landeten zwar ausserhalb der Podestplätze, aber für Bern war die Gasballon-WM ein Spektakel.

Glücklich am Boden. Pilot Kurt Frieden (links) in Frankreich

Glücklich am Boden. Pilot Kurt Frieden (links) in Frankreich

(Bild: René Wüthrich)

Selbst Christoph Neuhaus (SVP), derzeit bodenständiger Präsident der Berner Kantonsregierung, hob mental kurz ab, als am Freitagabend auf der Berner Allmend die 20 Gasballone zum WM-Flug in den Nachthimmel stiegen. Neuhaus war sichtlich begeistert, wie er über Facebook kundtat, auch am Samstagabend beim sogenannten Ballonglühen, als ebenfalls auf der Allmend mehrere am Boden fixierte Heissluftballone mithilfe der Brenner aufgerichtet wurden und so ein Lichtspektakel veranstalteten.

Das Berner Organisationskomitee bewerte die begleitenden Publikumsevents der Gasballon-WM, die bis gestern Sonntag andauerten, als Erfolg, sagte OK-Sprecherin Sandra Perez auf Anfrage. Zahlen würden erst später vorliegen, aber begünstigt durch das milde Herbstwetter habe der Wettbewerb während aller drei Tage Interessierte angezogen.

Rein sportlich gesehen war die WM bei Redaktionsschluss noch nicht entschieden, da sich mehrere Ballons noch in der Luft befanden. Fest stand aber bereits, dass die drei Schweizer Equipen den Sprung aufs Podest verpassten.

Kurt Frieden, dreifacher Weltmeister und Pilot von Schweiz 1, landete mit seinem Partner Roman Hugi bereits kurz nach 3 Uhr in der Nacht auf Sonntag in der Nähe von Bordeaux. Frieden war vor zwei Jahren Weltmeister, weshalb die WM 2018 in der Schweiz gestartet wurde. 2019 findet der Titelkampf in Frankreich statt.

«Leider hat uns der Wind am Ende zurück nach Hause getragen», schreibt Frieden in seinem Blog. Deshalb habe er sich für eine Landung entschieden, 603 Kilometer von Bern entfernt. Etwas besser als Frieden flog das Freiburger Team von Schweiz 2.

Um die Topplätze kämpften gestern Abend in der Luft zwei polnische Ballone sowie USA 2 und Deutschland 1, die über Italien, Frankreich und Tschechien unterwegs waren.

jsz

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