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Schweiz Tourismus verwechselt Bern mit Thun

Peinlicher Fehler für die Tourismusorganisation Schweiz Tourismus: Im Jahresbericht 2014 wird die Thuner Altstadt kurzerhand nach Bern verlegt.

Mit diesem doppelseitigen Bild von der Thuner Altstadt und dem Mühleplatz illustriert Schweiz Tourismus ihren Jahresbericht 2014. So weit so schön. Doch...
Mit diesem doppelseitigen Bild von der Thuner Altstadt und dem Mühleplatz illustriert Schweiz Tourismus ihren Jahresbericht 2014. So weit so schön. Doch...
Schweiz Tourismus
...die Bildlegende behauptet etwas anderes: Das Bild soll das UNESCO-Weltkulturerbe und das politische Zentrum der Schweiz zeigen. Und dies liegt bekanntlich in Bern.
...die Bildlegende behauptet etwas anderes: Das Bild soll das UNESCO-Weltkulturerbe und das politische Zentrum der Schweiz zeigen. Und dies liegt bekanntlich in Bern.
Schweiz Tourismus
In der am Montag auf der Webseite aufgeschalteten Version wurde der Fehler behoben: «An der Aare gelegen und Tor zum Berner Oberland: die Stadt Thun.»
In der am Montag auf der Webseite aufgeschalteten Version wurde der Fehler behoben: «An der Aare gelegen und Tor zum Berner Oberland: die Stadt Thun.»
Schweiz Tourismus
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Die Zähringerstädte Bern und Thun sind sich in ihrem Kern nicht unähnlich. Dieser Umstand wurde nun der Marketingorganisation Schweiz Tourismus zum Verhängnis. Im Jahresbericht 2014 wird die Thuner Altstadt kurzerhand in die Bundesstadt verlegt.

Zwecks Veredelung des für gewöhnlich ziemlich trockenen Berichts setzte Schweiz Tourismus auf doppelseitige Abbildungen der touristischen Dauerbrenner. Zu sehen ist etwa das Matterhorn oder auch der Rheinfall - ganz zuvorderst erblickt der etwas überraschte Leser aber den Thuner Mühleplatz.

Der in den 1990er-Jahren neugestaltete Platz weiss zwar durchaus zu gefallen. Zum UNESCO-Welterbe gehört er aber - anders als in der Bildlegende suggeriert - beim besten Willen nicht. Ebenso wenig lässt sich das «politische Zentrum der Schweiz» am Thunersee verorten. Dieses liegt, wie in der Legende richtig vermerkt, aareabwärts in Bern.

«Wir ärgern uns sehr darüber»

Es wäre nun ein Leichtes, einen Praktikanten für das Missgeschick verantwortlich zu machen. Doch die Medienverantwortliche von Schweiz Tourismus, Daniela Bär, flüchtet sich nicht in Ausreden. «Das ist unser Fehler, und wir ärgern uns sehr darüber.»

Bei der Gestaltung des Jahresberichts seien die Fotos mehrmals ausgewechselt worden - und in einem Fall sei die Bildlegende unverändert geblieben. Im Bericht, der auf der Internetseite aufgeschaltet sei, werde man den Fehler selbstverständlich korrigieren. In der gedruckten Ausgabe aber bleibt der Etikettenschwindel bestehen.

SDA/tag

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