Schweiz 2 der Ballonfahrer liegt auf WM-Rang 2

In der zweiten Nacht der in Bern gestarteten Gasballon-WM sind wichtige Vorentscheidungen gefallen. Der Ballon von Schweiz 1 kann den Titel nicht verteidigen. Schweiz 2 hingegen liegt auf dem zweiten Zwischenrang.

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Stefan Schnyder@schnyderlopez

Die Nacht auf Sonntag war eine der vielen Entscheidungen. In der zweiten Nacht der Gasballon-WM sind viele der Favoriten glücklich gelandet. Darunter auch das Team von Schweiz 1 mit dem Titelverteidiger Kurt Frieden und seinem Partner Roman Hugi. Kurz nach 3 Uhr in der Nacht sind sie in der Nähe von Villeneuve-Sur-Lot gelandet. Die Stadt liegt etwa 140 Kilometer südöstlich von Bordeaux.

«Leider hat uns der Wind am Ende zurück nach Hause getragen», schreibt Kurt Frieden in seinem Blog. Deshalb hat er sich für eine Landung entschieden. Damit war aber auch klar, dass Frieden seinen Titel nicht verteidigen kann. Sein Ballon ist schliesslich 603 Kilometer von Bern entfernt gelandet. Am Sonntag Vormittag lag er damit auf Rang 4.

Besser klassiert sind derzeit die Freiburger Nicolas Tièche und Laurent Sciboz. Sie landeten am Sonntag Vormittag ebenfalls südlich von Bordeaux und liegen derzeit auf Rang 2 des Zwischenklassements.

In der Nacht auf Sonntag sind die drei französischen Teams auf die Erde zurückgekehrt - alle in ihrem Heimatland. Der Ballon von Frankreich 1 liegt im Zwischenklassement in Führung. Das Team landete rund 150 Kilometer südlich von Bordeaux und damit 723 Kilometer von Bern entfernt.

Die Franzosen können aber noch nicht jubeln. Grosse Chancen auf den Titel haben zwei Ballone, welche sich für eine Route in Richtung Italien entschieden haben. USA 2 und Polen 1 fahren derzeit auf etwa 4000 Meter Höhe auf auf die italienische Hauptstadt Rom zu. USA 2 hat bis am Sonntag um 10 Uhr 586 Kilometer zurückgelegt, Polen 1 ist 530 Kilometer von Bern entfernt. Laut Experten könnten sie bis heute Abend Neapel erreichen, womit sie sehr gute Aussichten auf den Sieg hätten. Die Stadt liegt 870 Kilometer von Bern entfernt. Also in einer Distanz, die zur Übernahme der Spitzenposition reicht.

Hoch in der Luft sind zudem die Teams von Deutschland 1 - in Zentralfrankreich - und Polen 2 in der Nähe von München. Beide spekulieren darauf, dass sie der Wind noch Richtung Osteuropa tragen wird. Sie sind bereit für eine längere Renndauer. Das heisst mindestens bis am Montag. Das Rennen ist erst zu Ende, wenn alle Teams gelandet sind.

Die meisten Teams sind gelandet

Mittlerweile sind die meisten Teams wieder am Boden. Bereits am Samstagmorgen sind die Teams Japan 1, Schweiz 3 und Tschechien 1 gelandet. Japan 1 schaffte es bis in die Nähe der französischen Stadt Montélimar im Rhonetal. Schweiz 3 gelang in der Nähe von Bruneck im Südtirol ein Happy Landing. Und für Tschechien 1 war das Rennen bei Pontarlier im französischen Jura zu Ende.

Am Nachmittag berührte auch das einzige reine Frauenteam wieder festen Boden: Australien 1 landete in der Nähe der italienischen Stadt Pordenone, die sich 80 Kilometer nördlich von Venedig befindet. Nur ein paar Kilometer nördlich von Venedig landete der Ballon von Österreich 1. Weiter vollzog auch das russische Team in der Nähe von Bellinzona ein Happy Landing. Am Samstagabend landeten schliesslich auch Belgien 1, Österreich 2 und Deutschland 3.

Das Ziel ist, möglichst weit zu fliegen

Bei diesen Langdistanz-Weltmeisterschaften geht es darum, mit dem Ballon möglichst weit weg vom Startpunkt zu landen. Die Piloten können die Flughöhe des Ballons mit dem Ablassen von Ballast steuern und so versuchen, in die optimale Windströmung zu gelangen. Ein Rennen kann drei oder vier Tage lang dauern. Die Piloten müssen also auch versuchen, im engen Korb und bei den kalten Temperaturen in der Höhe von Zeit zu Zeit etwas zu schlafen.

Die 20 Ballone sind am Freitagabend auf der Berner Allmend gestartet. Um 19.46 ging das japanische Zweierteam bei Windstille als erstes in die Luft. Danach folgten in Abständen von wenigen Minuten die anderen Teams. Der Start der Ballons wurde jeweils von den Klängen der entsprechenden Nationalhymne begleitet. Mehrere tausend Zuschauer verfolgten auf der Berner Allmend das Abheben der Gasballone.

Rahmenprogramm in Bern

Interessierte können auf der Internet-Seite der Gasballon-WM Gordon Bennett den Verlauf des Wettkampfs mitverfolgen. Hier gehts zum Live-Tracking: https://live.gordonbennett.aero/. Auf der Berner Allmend findet am Sonntag bis um 16 Uhr ein Rahmenprogramm statt.

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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