Schwarze Löcher in Kehrsatz

Kehrsatz

Die Gemeinde übernimmt die öffentliche Beleuchtung von der BKW. Dafür muss sie tief in die Tasche greifen.

Die Gemeinde Kehrsatz übernimmt die öffentliche Beleuchtung von der BKW (Symbolbild).<p class='credit'>(Bild: Fotolia)</p>

Die Gemeinde Kehrsatz übernimmt die öffentliche Beleuchtung von der BKW (Symbolbild).

(Bild: Fotolia)

Diese Kröte müsse man schlucken, hiess es an der Gemeindeversammlung von Kehrsatz: Für die Übernahme der öffentlichen Beleuchtung bezahlt die Gemeinde an die BKW Energie AG 375 000 Franken. Die Versammlung genehmigte den Kredit.

Zwischen der Gemeinde und der BKW besteht seit 1948 ein Vertrag, wonach das Unternehmen die Anlagekosten für die öffentliche Beleuchtung vorfinanziert und zudem den Betrieb und den Unterhalt der Anlage sicherstellt. «Neuinvestitionen wurden ebenfalls immer der BKW belastet», sagte Gemeinderat Roland Geiger (SVP).

Im Gegenzug zahlte die Gemeinde der BKW jedes Jahr einen fixen Betrag. Trotz der langen Laufdauer sei es aber nicht gelungen, den Vorschuss zu tilgen. Nun fordert die BKW diese Restschuld zurück. Denn seit 2009 ist klar geregelt, dass die öffentliche Beleuchtung Teil der Strasse ist. Die Anlagen fielen damit ins Eigentum der Gemeinde.

«Wir verhandeln seit rund drei Jahren mit der BKW», sagte Geiger. Dabei wurde auch über einen Rabatt diskutiert, falls die BKW weiterhin den Betrieb und den Unterhalt leisten könnte. Doch der Rabatt wurde nicht gewährt. Denn ein Offertenvergleich zeigte, dass die BKW keine besonders guten Karten in der Hand hält. Energie Belp reichte ein deutlich besseres Angebot ein. Der Gemeinderat hat den Zuschlag allerdings noch nicht erteilt.

Lampen sind alt

Klar ist: Die öffentliche Beleuchtung muss dringend saniert werden. Die Gemeindeversammlung hiess deshalb einen Kredit von 450 000 Franken gut. Viele Lampen sind alt und zum Teil nicht mehr gesetzeskonform. Zudem gibt es «schwarze Löcher», also fehlende Beleuchtungspunkte. Mit der Umstellung auf LED-Lampen soll der Energieverbrauch gesenkt werden.

Berner Zeitung

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