Schulraum in Köniz bleibt knapp

Köniz

Die Stimmberechtigten von Köniz entscheiden am 12. Februar über die Erweiterung der Schulhäuser im Liebefeld und im Spiegel. Doch auch bei einer Annahme bleiben die Platzprobleme bestehen.

Schulanlage Hessgut: Die Gemeinde Köniz rechnet mit weiter steigenden Schülerzahlen im Liebefeld.<p class='credit'>(Bild: Susanne Keller)</p>

Schulanlage Hessgut: Die Gemeinde Köniz rechnet mit weiter steigenden Schülerzahlen im Liebefeld.

(Bild: Susanne Keller)

Die Schulhäuser in Köniz – besonders in stadtnahen Quartieren – platzen aus allen Nähten. Es fehlt vor allem an Gruppenzimmern und Räumen für die Tagesschulen. Um den Platzmangel zu entschärfen, sollen im Liebefeld und im Spiegel Schulhäuser erweitert werden. Die Könizer Stimmbevölkerung entscheidet über die beiden Einzelvorhaben an der kommenden Abstimmung vom 12. Februar. Ein Ja an der Urne würde Abhilfe schaffen, den Platzmangel jedoch nicht nachhaltig beheben.

Konkret ist für die Schulanlage Hessgut im Liebefeld ein zusätzlicher Klassentrakt geplant. Bis 2020 rechnet die Gemeinde dort mit 570 Schülern – über 100 mehr als zum jetzigen Zeitpunkt. Die Kosten für den dreistöckigen Neubau belaufen sich auf 8,6 Millionen Franken. Darin enthalten sind kleinere Anpassungen der Infrastruktur. Ein zusätzliches Gebäude ist auch für die Schulanlage Spiegel geplant. Primäres Problem ist in diesem Quartier nicht die steigende Schülerzahl. Die Hälfte des beantragten 20-Millionen-Kredits ist für Sanierungsarbeiten vorgesehen. Neben den bestehenden Klassentrakten sollen die Aula sowie die Sport- und Aussenanlagen erneuert werden.

«Die geplanten Erweiterungen lösen das Platzproblem in den ­betroffenen Schulhäusern», sagt Gemeinderat Thomas Brönnimann (GLP). Eine Lösung für die gesamte Gemeinde Köniz seien diese jedoch nicht. «Wenn der Platzmangel im Liebefeld gelöst ist, heisst das nicht, dass andere Ortsteile keine Probleme mehr haben.» Es müsse deshalb mit weiteren Investitionen gerechnet werden. «Im März fällt der Gemeinderat die nächsten Entscheide für den Ortsteil Wabern.»

Zustimmung im Parlament

Die Zustimmung für die beiden Projekte war im Könizer Parlament hoch. Zu reden gab einzig, dass die Gemeinde neue Prognosen der Schülerzahlen nicht abwarten will. Diese würden im kommenden Sommer veröffentlicht, erklärt Brönnimann. «Es ist nicht mit Zahlen zu rechnen, die keine Erweiterungen der Schulhäuser erfordern. Im Gegenteil.» Warten sei deshalb keine Option.

«Wir würden dadurch nur ein Schuljahr verlieren.» Im Hessgut gehen die Bauarbeiten voraussichtlich im April 2017 los und dauern bis Juli 2018. Im Spiegel soll noch im laufenden Jahr die Aula saniert werden. Die restlichen Bauetappen sind vom Sommer 2018 bis 2021 geplant.

Berner Zeitung

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