Schützenmatte wird zum kreativen Tummelplatz

Bern

Am Wochenende ist auf der Schütz der Startschuss zum Projekt «Neustadtlab» gefallen. In den kommenden zwei Monaten verwandelt sich der Parkplatz in eine Bühne, einen Skatepark oder Gemeinschaftsgarten.

Der Infopavillon des «Labors» steht wieder auf der Schütz.<p class='credit'>(Bild: zvg)</p>

Der Infopavillon des «Labors» steht wieder auf der Schütz.

(Bild: zvg)

Wie soll die Schützenmatte umgenutzt werden? Mit dieser Frage beschäftigt man sich in der Bundesstadt bereits seit längerem. Die Ideen, wie der graue Fleck aufgewertet werden könnte, reichen vom Spielplatz bis hin zum Stadtpark. Wirklich einig scheint man sich bisher nur in einem Punkt zu sein – der Parkplatz soll verschwinden.

Genau das ist seit dem Wochenende Realität – wenn auch nur vorübergehend. Im Rahmen des Projekts «Neustadtlab» verwandelt sich die Schütz in den kommenden zwei Monaten in einen autofreien Tummelplatz von Kreativen. Bis Ende September werden mit diversen kleinen Projekten verschiedene Nutzungsmöglichkeiten getestet.

Das Konzept ist simpel: Wer eine Idee hat, kann kostenlos ein Parkfeld oder je nach Umfang des Projekts gleich eine sogenannte Aktionszone mieten und die entsprechende Fläche dann beliebig bespielen. Ob ein Tanzkurs, eine musikalische Darbietung oder eine Bastelwerkstatt: Den Nutzungen sind praktisch keine Grenzen gesetzt. Einzige Bedingung: «Die Projekte dürfen nicht profitorientiert sein», sagt «Neustadtlab»-Koordinator Jürg Luedi. Im Vorfeld seien bereits um die 40 Anmeldungen eingegangen. «Wir erhalten derzeit rund zwei bis drei Anfragen pro Tag.»

Laufende Entwicklung

Definitiv stattfinden werden unter anderem etwa ein Skateboardevent, ein Workshop zur Wiederverwertung von Abfall oder ein Urban-Gardening-Projekt, bei dem ein Teil der Schützenmatte mithilfe der Bevölkerung fortlaufend begrünt werden soll. In einem Container entsteht zudem ein Klassenzimmer, das einmal von Grafikern, einmal von angehenden Schreinern und dann wieder von jungen Spenglerinnen genutzt wird. «Gewisse Projekte werden nur zwei Stunden dauern, andere laufen über mehrere Tage hinweg», so Luedi.

Nebst den einzelnen, kurzfristigen Projekten werden einige Elemente während der gesamten 60 Tage auf der Schütz stehen. So etwa ein Wasserspiel, das zusammen mit der restlichen Infrastruktur in den nächsten Tagen installiert wird. Für grössere Darbietungen steht zudem eine Bühne zur Verfügung. In einem provisorisch eingerichteten Büro können Interessierte ausserdem vor Ort spontan ihre Projekte anmelden. «Das Programm soll nicht abschliessend sein, sondern sich laufend entwickeln.»

Wer selber nichts aufführen mag, sich vom bunten Treiben aber dennoch ein Bild machen möchte, kann dies vor Ort auch bei einem Sirup oder einem Bier tun: Die Gastrobetriebe O Bolles und Kapitel werden mit einer Bar auf der Schütz vertreten sein.

«Neustadtlab»:Mehr Infos zum Testlabor auf Neustadt-lab.ch.

Berner Zeitung

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