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Schützen unter Druck

Gegen den Finanzchef des Berner Schiesssport­verbands wird wegen häuslicher Gewalt ermittelt. Eine brisante Geschichte, insbesondere für die Gegner des EU-Waffenrechts.

Die Schiesssportverbände wehren sich gegen das EU-Waffenrecht – die Berner Sektion gerät jetzt anderweitig in die Schlagzeilen.
Die Schiesssportverbände wehren sich gegen das EU-Waffenrecht – die Berner Sektion gerät jetzt anderweitig in die Schlagzeilen.
Keystone

Es ist eine heikle Angelegenheit für die Gegner des EU-Waffenrechts: Zurzeit wird gegen einen hohen SVP-Beamten und Finanzchef des Berner Schiesssportverbands wegen häuslicher Gewalt ermittelt. Dies berichtete die «SonntagsZeitung». Konkret laufe gegen den Mann eine Untersuchung wegen Verdacht auf Tätlichkeiten und eventuell einfachen Körperverletzungen. Der Sportschütze musste zudem seine Waffen abgeben – trotzdem nehme er nach wie vor an Schiessanlässen teil.

Jobwechsel nahegelegt

Brisant ist die Geschichte besonders deshalb, weil der Präsident des Verbands ausgerechnet SVP-Nationalrat Werner Salzmann ist, der auch den Widerstand gegen das EU-Waffenrecht anführt. Er kenne den Fall, halte aber am Finanzchef fest: «Es handelt sich um eine unschöne Privatangelegenheit, die der Betroffene bereut.» Es liege aber keine Verurteilung vor, und der Mann leiste gute Arbeit im Verband.

Für den Finanzchef selbst hatte die Ermittlung bereits Folgen: Bis vor kurzem bekleidete er eine Kaderposition beim Kanton Bern. Dort wurde ihm aber nahegelegt, den Job zu wechseln.

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