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Schloss Belp: Kaufentscheid fällt später

Die Gemeinde wird in diesem Jahr wohl nicht mehr über den Kauf des Schlosses abstimmen. Die Vertragsverhandlungen zwischen Kanton und Gemeinde dauern länger als geplant.

Das Schloss Belp wird die Gemeinde mehrere Millionen Franken kosten. Alleine der Kaufpreis beträgt 3 Millionen.
Das Schloss Belp wird die Gemeinde mehrere Millionen Franken kosten. Alleine der Kaufpreis beträgt 3 Millionen.
Urs Baumann

Im vergangenen Dezember sah es danach aus, als ob der Vertragsabschluss nur noch Formsache wäre: Der Berner Regierungsrat entschied damals, das Schloss Belp an die Standortgemeinde zu verkaufen. Der Belper Gemeinderat plante, das rund 700 Jahre alte Gemäuer als Verwaltungssitz zu nutzen. Vorgesehen war, Nutzen und Schaden auf den 1.Januar 2012 vom Kanton auf die neue Besitzerin zu übertragen.

Aus dem Zeitplan wird wohl nichts. Acht Monate später verhandelt die Gemeinde Belp noch immer mit dem Kanton über den Kaufvertrag. Solange die Tinte nicht trocken ist, können die Belperinnen und Belper auch nicht über den Schlosskauf abstimmen. Der Urnengang wäre für den Oktober geplant gewesen. «Das wird nicht mehr reichen», sagt Belps Gemeindepräsident Rudolf Neuenschwander (SP), «ich rechne damit, dass wir das Geschäft erst im nächsten Jahr den Bürgern vorlegen können.»

Keine Details

Warum die Vertragsverhandlungen noch immer nicht abgeschlossen werden konnten, will Neuenschwander nicht sagen. Für ihn steht jedoch fest: «Der Gemeinderat möchte die Vertragsverhandlungen so bald wie möglich beenden.» Denn dem Bürger soll anschliessend eine seriös ausgearbeitete Abstimmungsvorlage mit Kaufpreis und den nötigen Investitionen vorgelegt werden. Alleine der Kaufpreis des Schlosses beträgt mindestens 3 Millionen Franken. Wie viel die Gemeinde Belp konkret in das Schloss investieren möchte, kann Neuenschwander zurzeit noch nicht sagen. Das hängt stark von der späteren Nutzung des historischen Gebäudes ab. Bisher plante der Gemeinderat, im Schloss Büros für die Gemeindeverwaltung einzurichten.

Zudem sollten Räume für kulturelle Anlässe sowie Mehrzweck- und Repräsentationsräume entstehen. Die Rede war auch von einem öffentlichen Park mit Spielflächen und Turnwiese für die benachbarte Schule. Das Schlossareal würde somit für die Bevölkerung als Grün- und Freizeitpark zugänglich bleiben.

Zahlreiche Auflagen

Ein Schlosskauf ist nicht ohne: Die neue Besitzerin muss zum Beispiel die Auflagen der Denkmalpflege beachten, je nach geplanter Nutzung weitere Millionen investieren und die Anlage teilweise der Öffentlichkeit zugänglich machen. Der Umschwung des Schlosses misst rund 11'500 Quadratmeter.

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