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«Schaut sie euch an, die Fussballneandertaler»

Am Sonntag kam es in der Berner Innenstadt zu massiven Ausschreitungen zwischen Fussballhooligans. Welche Lösungen schlägt die Leserschaft von Redaktion Tamedia für solche Zwischenfälle vor?

Die Fans des FC Basel zogen vom Waisenhausplatz über die Kornhausbrücke zum Stade de Suisse.
Die Fans des FC Basel zogen vom Waisenhausplatz über die Kornhausbrücke zum Stade de Suisse.
Keystone
Mehrere tausend FCB-Fans nahmen am Marsch teil.
Mehrere tausend FCB-Fans nahmen am Marsch teil.
Keystone
Nur Reisende der RBS konnten durch den Zugang Neuengasse in den Bahnhof gelangen. Für alle anderen war dieser gesperrt.
Nur Reisende der RBS konnten durch den Zugang Neuengasse in den Bahnhof gelangen. Für alle anderen war dieser gesperrt.
Thomas Hagspihl
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Bis Dienstagmittag gingen zu den Ausschreitungen am Montag vor dem Cupfinal zwischen dem FC Basel und GC auf Redaktion Tamedia fast 70 Kommentare ein. Allen voran wird der Eintrag von Magda Steiner unterstützt: «Schaut sie euch an, die Fussballneandertaler. Das nennt sich nun also «Fankultur»!?» Doch dass es sich bei den Krawallmachern um einige wenige handelt, ist man sich einig. Peter Beutler fasst es so in Worte: «Es ist eine kleine Minderheit, die Radau macht. Denen geht es nicht um Sport, sondern um das Abreagieren von Frustrationen.»

Peter Weibel fragt beispielsweise, weshalb die Polizei den schwarzen Block nicht einfach abfange und zur Kontrolle auf Revier führe. «So würde der Fanmarsch friedlich und ohne Beschädigungen verlaufen», erläutert er seine Idee weiter. Dies dürfte wohl für die Polizei schwer umsetzbar sein, jedoch wird Weibels Idee von mehreren anderen Kommentatoren unterstützt. Marcel Haldemann geht noch weiter und will die Vermummten 48 Stunden festhalten, inklusive Mitteilung an den Arbeitgeber.

Dass die Fans überhaupt bis in die Innenstadt gelangen, ist ein weiterer Kritikpunkt: Ralph Schehle schlägt vor, den Stadionbahnhof Wankdorf so zu nutzen, dass die Fanzüge zwingend dort ankommen. Auch Jolanda Kistler fragt in die Runde: «Für was haben wir eigentlich den Bahnhof Wankdorf?»

Fehler bei der Polizei und bei Nause

Auch der Sicherheitsdirektor Reto Nause muss sich Kritik anhören: «Zu glauben, dass sich zwei solche Klubs einfach nur durch eine Baustelle trennen lassen, ist einfach nur naiv», poltert Peschä Fridli. Peter Müller schiebt der Polizei den schwarzen Peter zu: «Der Bundesplatz wurde für die GC Fans gesperrt und sie wurde so geradewegs in Richtung der Basler Fans geleitet.»

Die Verantwortung sieht die Leserschaft jedoch nicht nur bei der Polizei, sondern auch bei den Klubs. Martin Hug schlägt vor, dass beide Klubs für die Schäden haftbar gemacht werden: «Plus eine Million Franken Busse.» Er geht noch weiter und würde im Wiederholungsfall den Klub in die 5. Liga schicken. René Widmer sieht, dass sich solche Auswüchse von Fanaktivitäten nie verhindern lasse. Deshalb sollten die Sicherheitskosten mittels einer Gebühr von 20 Franken unterstützt werden.

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