Schafe statt Stadtnomaden

Bern

Die Stadtnomaden haben das Gelände in der Neubrück wieder der Stadt Bern übergeben. In einer Woche werden an dieser Stelle Schafe weiden.

  • loading indicator
Ralph Heiniger

Am Donnerstagmorgen hat die Stadt Bern ihr Gelände in der Neubrück wieder von den Stadtnomaden übernommen. Während knapp zwei Monaten hat der Verein Alternative – so der offizielle Name der Stadtnomaden – auf diesem Gelände gelebt. Die Übergabe verlief laut Christoph Schärer, Leiter Stadtgrün, problemlos. «Es gibt noch zwei Aschehaufen von ihren Feuerstellen, die sie noch entsorgen müssen», sagt Schärer.

Der Boden sei aber durch den schweren Fuhrpark der Kurzzeitbewohner nicht nachhaltig belastet worden, wie Schärer sagt. Dennoch sind aufgrund der Wohnwagen tiefe Furchen in der Wiese zurückgeblieben. Die Wagen wiegen bis zu zwei Tonnen. Dass dabei Landschaden entstehen werde, sei von Anfang an klar gewesen, erklärt Schärer. «Wir werden die Wiese teilweise neu ansäen.» Das dürfte die Stadt einige Hundert Franken kosten, schätzt der Leiter Stadtgrün.

Bereits in einer Woche werden auf der Wiese in der Neubrück Schafe weiden. «Es handelt sich um eine kleine private Herde, die sich seit einigen Jahren jeweils im Sommer in der Neubrück aufhält.» Die Schafe fügten dem frisch gesäten Rasen keinen Schaden zu, versichert Schärer.

Seit Mai wohnen die Stadtnomaden im Hirschenpark an der Tiefenaustrasse. Im letzten Herbst hat sich die Stadtberner Stimmbevölkerung für eine Zone für experimentelles Wohnen in Riedbach ausgesprochen. Wegen Einsprachen ist diese Zone aber noch nicht genehmigt worden.

Berner Zeitung

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt